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Große Feier zu Ehren von Sigmund Jähn


Große Feier zu Ehren von Sigmund Jähn


Große Feier zu Ehren von Sigmund Jähn

Der erste Deutsche im All Sigmund Jähn flog am 26. August 1978 zusammen mit Waleri Fjodorowitsch Bykowski in der Sojus 31 zur sowjetischen Raumstation Saljut 6 EP-4. Aus diesem Anlass fand am Wochenende des 25. – 26. AUgust 2018 in der Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz die Veranstaltung „Deutsche im All – es begann 1978“ statt. Viele prominente Gäste waren gekommen:

Ministerpräsident von Sachsen Michael Kretschmer
Generaldirektor der ESA Prof. Johann-Dietrich Wörner
Forschungskosmonaut der DDR und Ersatzmann für Sigmund Jähn Eberhard Köllner
1. Interkosmos Kosmonaut Vladimir Remek (Tschechei)
Kosmonaut Alexander Sergejewitsch Iwantschenkow (Russland) welcher mit Jähn auf Saljut 6 war
Kosmonaut Pawel Wladimirowitsch Winogradow (Russland)
Astronaut Klaus-Dietrich Flade
Astronaut Reinhold Ewald
Astronaut Gerhard Thiele
Astronaut Thomas Reiter
Astronaut Hans Schlegel
Andreas Schütz (DLR)
Volker Schmid (DLR)

u.v.a.

Das Interesse der Bevölkerung war ebenso riesengroß, man hätte die Halle noch erweitern müssen um allen Platz zu gewähren.
So war der25.08.2018 nur eingeladenen Gästen vorbehalten, welche aber auch in großer Anzahl erschienen. Zunächst begann man miteiner Autogrammstunde,  bei welcher die deutschen Astronauten und SIgmund Jähn fleißig ihre Unterschriften auf viellerlei mitgebrachten Fotos und Gegenständen hinterließen. Danach nahm jeder seinen Platz ein und die Vereinsvorsitzende Karin Schädlich begrüßte die Anwesenden Gäste und eröffnete die zweitägige Veranstaltung.
Sigmund Jähn hielt dann seinen Vortrag „Von Rautenkranz in den Weltraum. Er hatte sehr viel zu erzählen, doch die Zeit war auf Grund des Ansturms an Gästen  schon recht weit vorangeschritten, so das er sein vorbereitetes Script immer wieder arg kürzen mußte. Nun kam es zu einer Ehrung welche durch den Vertreter des  russischen Botschafters mit Grüßen aus dem Kosmonautenstädtchen an Jähn übergeben wurde. Als nächster Redner betrat dann Astronaut Hans Schlegel die Bühner, welcher mit der Space-Shuttle Mission STS-55 im April 1993 im All war.  Diese Mission ist als D2-Mission allgemein bekannt und so erzählte er locker und mit vielen Anekdoten gewürzt von seiner Erfahrung im Weltraum. Im Jahr 2008 war Schlegel das letzte Mal mit STS-122 im All auf der Internationalen Raumstation ISS. Derzeit ist er in Texas verantwortlich für die Ausbildung junger Astronauten.
Nach ihm kam als Überraschung für Sigmund Jähn, sein Schulfreund Lothar Queck auf die Bühne und sprach über die gemeinsame Schulzeit und dem Erleben des Starts vonSigmund Jähn. Der Botschaftsrat der russischen Botschaft ehrte nun Sigmund Jähn und viele andere Gratulanten schlossen sich an. Der nächste Punkt auf dem Veranstaltungsplan war eine Gesprächsrunde mit den Raumfahrern.Die russischen Gäste wurden dabei auch live übersetzt, so das jeder, bei dem das russisch etwas eingerostet war, alles verstehhen konnte.

Mit einem gemeinsamen Abendessen der prominenten und der geladenen Gäste, lies man den Tag ausklingen Es kam noch zu vielen informativen Gesprächen bei dem gemeinsamen Abendessen und so konnten auch neue Kontakte geknüpft werden. Wir liesen aber unsere Kameras eingepackt und beschränkten uns auf die Unterhaltung.

Am Sonntag dem 26. August ging es gegen 10 Uhr am Morgen zum zweiten Teil der Festveranstaltung. Die Halle des Museums war bis auf den letzten Platz gefüllt und vor dem Museum hatte man ein Public Viewing Areal eingerichtet wo auf einem Großbildschirm die Veranstaltung nach außen übertragen wurde. Unzählige Zuschauer versammelten nutzten diese Gelegenheit des Schauens, da ja auch noch ein Livecall zur ISS mit Alexander Gerst geplant war.

Nach der Begrüßung durch Karin Schädlich kam der Ministerpräsident von Sachsen Michael Kretschmer (CDU), der Landrat sowie weitere Prominenz auf die Bühne, um Sigmund Jähn zu gratulieren.

Generaldirektor der ESA Prof. Johann-Dietrich Wörner hielt danach seinen Vortrag „Space 4.0 – Vom Wettlauf zur Kooperation“, welcher wieder sehr humorvoll vorgetragen war. Es wurde jederzeit mit einer Unterbrechung gerechnet, da man ja eine Liveschaltung zu Alexander Gerst auf die ISS erwartete, Jan Wörner konnte aber seinen kompletten Vortrag beenden und dann warteten alle gespannt ob der Kontakt den nun auch klappt. Es war ein technisch sehr aufwändiges Unterfangen notwendig um diesen Kontakt ins All herstellen zu können aber es klappte und Alexander Gerst war auf der Leinwand zu sehen. Tosender Applaus brandete in der Halle auf und man konnte bei den Verantwortlichen sehen wie ihnen ein Stein vom Herzen fiel. Gerst welcher von Jähn mit in Moskau ausgebildet und beraten wurde, hatte für seinen Mentor auch gleich eine Überraschung parat. EIn Model  der Kapsel mit welcher Jähn auf der Erde landete und welche auch von ihm (Jähn) unterschrieben war, schwebte vor den sichtlich gerührten SIgmund über die Leinwand.Alexander wurde  dann von Sigmund Jähn und einigen anderen ausgewählten Personen interviewt. Moderiert wurde das Ganze von Reinhold Ewald.
Volker Schmid vom DLR berichtete dann über die „Mission Horizons“, welche Alexander Gerst derzeit auf der ISS absolviert. So war die Verbindung zwischen der vorherigenLiveschaltung und dem Inhalt der Mission perfekt hergestellt und jeder wußte was „unser Alex da oben so macht“.

Anschliessend wurden Sigmund Jähn mit der Verleihung des Raumfahrtpreises „Silberner Meridian“ und der Namensgebung des „DRFLuftrettung Christoph 49 Bad Saarow “ Sigmund Jähn,  diesem weitere Ehrungen zuteil.

Die Veranstaltung endete wieder mit dem Foto aller Prominenten vor der Kosmonautenstele, wo sich die Fotografen bald gegenseitig auf die Füße traten. Vor der Halle hattesich ein Spalier von unzähligen Menschen gebildet, durch welche die Göste der Halle unter Applaus zu besagter STele geleitet wurden. Nun war erst einmal eine Stärkung angesagt und die Veranstalter hatten mächtig aufgetragen und für ein buntes Programm sowie ausreichend Verpflegung der Gäste gesorgt. Gegen 14 Uhr kam es zu einer weiteren AUtogrammstunde mit den Kosmonauten aus Russland, dem Kosmonauten EBerhard Köllner und Vladimir Remek.

Außerhalb der Halle ging es mit einem bunten Programm noch etwas weiter und aus Gesprächen mit Gästen konnte man entnehmen, das es eine rundum gelungene Veranstaltung war, für sie und unserem ersten Deutschen im All – Sigmund Jähn.

Text: Daniel Rosenbaum Fotos: Alexander


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