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Erneut unseriöse Saftgeschäfte an der Haustür


Erneut unseriöse Saftgeschäfte an der Haustür


Erneut unseriöse Saftgeschäfte an der Haustür

Verbraucherzentrale warnt

 

Die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) erreichen derzeit wieder vermehrt Beschwerden von Verbrauchern, die an der Haustür zum Kauf von teuren Saftflaschen überredet werden. Opfer sind insbesondere ältere Verbraucher. Das Geld wird direkt kassiert und die verkauften Saftmengen gehen weit über den persönlichen Bedarf hinaus. Bei einem Widerruf der Verträge reagiert der Geschäftsinhaber nach den der VZB vorliegenden Informationen nicht. Die Verbraucherzentrale rät zur Strafanzeige.

Aktuell wurde beispielsweise ein 89-jähriger Brandenburger an der Haustür zu einem Vertrag über den Kauf von mehr als 70 Flaschen Saft zum Preis von über 500 Euro überredet. Den Betrag hat der Rentner an der Haustür direkt mittels EC-Karte über ein Lesegerät bezahlt. „Der Betroffene realisierte erst wenige Tage danach, welch hohe Summe er für die Getränke investiert hatte. Auf den rechtswirksamen Widerruf hin hat der Verkäufer das Geld jedoch bis heute nicht zurückgezahlt“, berichtet Stefanie Kahnert, Juristin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Hinter dem Verkauf der Säfte steckt das Unternehmen Organic Superfruits GmbH. Schon 2017 war der Verkäufer, damals noch unter dem Namen „Saftoase GmbH“, in das Visier der Verbraucherzentrale Brandenburg geraten. Viele Verbraucher erwarben damals zu Preisen von häufig mehreren Tausend Euro Obstsäfte. Trotz rechtzeitigen Widerrufs dieser Außergeschäftsraumverträge zahlte der Verkäufer den Kaufpreis nicht an die Verbraucher zurück.

Vertragsabschlüsse an der Haustür sind immer ein Risiko, egal ob bei Waren oder Handwerksleistungen. „Grundsätzlich raten wir Verbrauchern hiervon ab. Die Betroffenen werden im persönlichen Gespräch leicht zu Verträgen überredet, die sie hinterher bereuen“, so Kahnert. Manchmal geht es sogar so weit, dass Verbraucher einen Blankoüberweisungsträger unterzeichnen. „Dies lädt zu kriminellen Handlungen geradezu ein“, weiß die Expertin. Das Geld ist dann oft weg. Besser: Verträge nicht an der Haustür abschließen und direkte Zahlungen unbedingt vermeiden. „Da von Haustürgeschäften häufig ältere Menschen betroffen sind, empfehlen wir auch Angehörigen, ihre Eltern und Großeltern für solche Maschen zu sensibilisieren“, so Kahnert.

Verbraucher, die rechtliche Fragen rund um das Thema Verträge haben, können sich an die Verbraucherzentrale wenden:

Quelle: Verbraucherzentrale Brandenburg e.V.


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