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Eisspeedway WM – 37. Titel für Russland – Deutschland nur auf Rang vier


Eisspeedway WM - 37. Titel für Russland – Deutschland nur auf Rang vier


Eisspeedway WM – 37. Titel für Russland – Deutschland nur auf Rang vier

Für ein Gros der diesjährigen Eisspeedway-(Einzel-)Weltmeisterschaft, die als nächstes am 2. und 3. März im Horst-Dohm-Eistadion in Berlin-Wilmersdorf gastieren wird, ging es nach dem WM-Auftakt im kasachischen Almaty sowie im russischen Shadrinsk im Wochenrhythmus weiter. An diesem Wochenende stand nun die Team-Weltmeisterschaft im ebenfalls russischen Togliatti auf dem Programm, bei der sich erwartungsgemäß das Trio der Gastgebernation mit Daniil Ivanov, Dmitry Koltakov und Dmitry Khomitsevich den nächsten WM-Titel sicherte. Beim großen Showdown bezwang man die Schweden. Die deutsche Mannschaft wurde mit den Bayern Max Niedermaier, Stefan Pletschacher und Hans Weber unter den sieben am Start befindlichen Teams hinter Österreich Vierter.

40 Jahre nach der ersten ausgetragenen Team-WM, die Eisspeedway-Einzel-Weltmeisterschaft gibt es seit 1966, bekam die Mannschaftsweltmeisterschaft vom Motorrad-Weltverband FIM mit „Ice Speedway of Nations“ einen neuen Namen verpasst und wurde vom Austragungsmodus ein wenig geändert. Wie bisher traten die sieben mitwirkenden Nationen mit je zwei Fahrern plus Ersatz- bzw. Joker-Fahrer in 42 Heats zwei gegen zwei an, doch im Gegensatz zu den letzten Jahren, als danach die Punkte zusammengerechnet wurden und das punktbeste Team Weltmeister war, gab es diesmal einen alles entscheidenden Heat der beiden bis dahin bestplatzierten Nationen. 1979 sicherte sich das damals sowjetische Team mit Sergey Tarabanko, Anatoly Gladischev und Anatoly Bondarenko den ersten Mannschafts-WM-Titel und nun setzten sich im „Grand Final Heat“ die Russen Daniil Ivanov und Dmitry Koltakov gegen die Schweden Martin Haarahiltunen und Niclas Svensson durch. Da über beide Tage auch Dmitry Khomitsevich und Ove Ledström obligatorisch mehrfach zum Einsatz kamen und ebenfalls in etwa die gleichen Zähler ihrem jeweiligen Mannschafts-Punktekonto zuführten, bekamen auch sie verdient eine Gold- bzw. Silbermedaille umgehängt. Der Erfolg des russischen Teams war der 37. einer sowjetischen bzw. russischen Mannschaft von 41 möglichen.

Platz drei ging an das Team Österreich, für die Franz Zorn, Charly Ebner und Josef Kreuzberger wechselweise ans Startband rollten.
Ebenfalls 40 Jahre nachdem Leonhard Oswald, Helmut Weber und Albert Stickl hinter der damaligen „Sbornaja“ sowie den Tschechoslowaken Zdenek Kudrna, Stanislav Dyk und Jiri Jirout für Deutschland Platz drei eroberten, keimte beim diesjährigen deutschen Team mit Max Niedermaier, Stefan Pletschacher und Hans Weber im Vorfeld berechtigterweise die Hoffnung, dieses Kunststück ebenfalls vollbringen zu können. Daraus wurde am Ende leider nichts, wobei man einerseits etwas Pech hatte, sich andererseits irgendwie selbst im Weg stand. Am Ende hatte man zwar 34 Punkte und damit nur deren vier weniger als die Österreicher eingefahren, doch realistisch war der dritte Platz der Alpenracer zu keiner Zeit latent in Gefahr. Nach dem ersten Tag hatte man sogar fünf Zähler Rückstand, die primär aus dem direkten Duell gegen die Österreicher resultierten und die man am zweiten Tag nicht entscheidend aufholen konnte. Dazu zog der Teamchef Bernd Sagert anschließend folgendes Fazit: „Unsere Enttäuschung ist natürlich riesengroß, denn hier war eindeutig mehr drin. Speziell am ersten Tag haben wir wirklich was weggeschmissen. Hans Weber musste nach dem ersten Lauf ins Krankenhaus und sich den aufgeschlitzten Unterarm nähen lassen. Er kam dann wieder zurück ins Stadion und hat quasi aus dem Krankenwagen heraus einen Laufsieg und somit drei Punkte eingefahren. Am zweiten Tag kam es dann wieder nicht so recht ans Laufen, sodass wir erkennen mussten, dass dieser vierte Platz zwar mit sehr viel Pech verbunden war, aber man sich Glück auch erarbeiten muss. Das hilft aber jetzt alles nichts. Die nächste WM steht im nächsten Jahr ins Haus, da müssen wir es halt besser machen.“

Wie eingangs bereits erwähnt, kommen die „Ice Speedway Gladiators“ am 2. und 3. März zu ihren Grand Prix fünf und sechs nach Berlin, wobei das nicht die einzigen Programmpunkte sind. Garniert wird das insgesamt viertägige Eisspeedway-Event der Extraklasse in der Hauptstadt mit der DM am Donnerstag, dem 28. Februar, sowie dem Training der WM-Piloten tags darauf. Während es am Samstag nach der Eröffnung und der Fahrerparade ab 17:00 Uhr sozusagen rund geht, beginnt das üppige Programm am Sonntag drei Stunden eher.
Weitere Infos unter: www.eisspeedwayberlin.de.

Ablauf und Ticketpreise 46. Eisspeedway Berlin

Donnerstag, 28. Februar 2019, Training & Rennen Eisspeedway-DM
Einlass: 12:30 Uhr
Beginn Training: 13:30 Uhr
Beginn Rennen: 17:00 Uhr
Ende: ca. 19:00 Uhr
Eintritt (freie Platzwahl): 15,00 € (Kinder bis 12 Jahre frei)

Freitag, 1. März 2019, Training Eisspeedway-WM
Einlass: 12:00 Uhr
Beginn: 13:00 Uhr
Ende: ca. 15:00 Uhr
Eintritt (freie Platzwahl): 10,00 € (Kinder bis 12 Jahre frei)

Samstag, 2. März 2019, Rennen Eisspeedway-WM (GP5 2019)
Einlass: 14:00 Uhr
Autogrammstunde: 15:30 – 16:00 Uhr
Eröffnung: 16:40 Uhr
Beginn: 17:00 Uhr
Ende: ca. 19:30 Uhr
Eintritt (Haupttribüne / Kurven 1 u. 2): 39,00 € (Kinder 9,00 €)
Eintritt (Gegengerade / Oberring): 28,00 € (Kinder 9,00 €)

Sonntag, 3. März 2019, Rennen Eisspeedway-WM (GP6 2019)
Einlass: 11:00 Uhr
Autogrammstunde: 12:30 – 13:00 Uhr
Eröffnung: 13:40 Uhr
Beginn: 14:00 Uhr
Ende: ca. 16:30 Uhr
Eintritt (Haupttribüne / Kurven 1 u. 2): 39,00 € (Kinder 9,00 €)
Eintritt (Gegengerade / Oberring): 28,00 € (Kinder 9,00 €)
Kombi-Karte Samstag/Sonntag, 2./3. März 2019, Eisspeedway-WM (GP5/6 2019)
Eintritt (Haupttribüne / Kurven 1 u. 2): 72,00 € (Kinder 15,00 €)
Eintritt (Gegengerade / Oberring): 50,00 € (Kinder 15,00 €)

„Berlin-Ticket“, Donnerstag bis Sonntag, 28. Februar – 3. März 2019
Eintritt (freie Platzwahl): 90,00 €

Quelle: Eisspeedwayunion Berlin c/o HB-Werbung und Verlag GmbH & Co. KG


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