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Eine Hochzeit, ein Vetrag und die Grenze | Vortrag am 7.02.2019 im smac


Eine Hochzeit, ein Vetrag und die Grenze | Vortrag am 7.02.2019 im smac


Eine Hochzeit, ein Vetrag und die Grenze | Vortrag am 7.02.2019 im smac

Eine Hochzeit, ein Vetrag und die Grenze | Vortrag am 7.02.2019 im smac

smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz

EINE HOCHZEIT, EIN VERTRAG UND DIE GRANZE

Aus der Vortragsreihe „Beziehungsgeschichten“ zur Sonderausstellung SACHSEN BÖHMEN 7000

Stellen Sie sich vor, der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer heiratet die Tochter von Tschechiens Ministerpräsidenten Andrej Babiš. Nach der Traumhochzeit beginnt ein reger Austausch zwischen beiden Regionen, sie nähern sich einander nach jahrzehntelangem Misstrauen und Fremdeln wieder an.
Ein ganz ähnlicher Fall trat vor 500 Jahren tatsächlich ein, als sich nämlich Sidonia von Böhmen und Herzog Albrecht von Sachsen im Jahr 1459 vermählten und damit den Vertrag von Eger besiegelten. Dieser Vertrag legte eine der ältesten, noch heute bestehenden Grenzen Europas fest.
Dr. André Thieme, Leiter Museen bei den Staatlichen Schlössern, Burgen und Gärten, schildert die Verhältnisse vor und nach dem Vertrag von Eger.

*Vortrag: „Eine Hochzeit, ein Vertrag und die Grenze. Die sächsisch-böhmischen Beziehungen im 15. Jahrhundert“
*Referent: Dr. André Thieme, Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten GmbH
*Termin: Donnerstag, 07.02.2019, um 18.00 Uhr
*Ort: Foyer des smac
*Eintritt: 3 €

ZUM VORTRAG
Mit dem Vertrag von Eger im Jahr 1459 kam es zu einer spektakulären Annäherung alter Feinde, von Sachsen und Böhmen. Seit der hussitischen Revolution waren die alten engen Verbindungen beider Länder fast vollständig abgerissen. Krieg und Feindschaft bestimmten den Alltag über vier Jahrzehnte hinweg.
Ein politischer Ausgleich, verbunden mit einer sächsisch-böhmischen Doppelhochzeit in Eger 1459, schuf die Voraussetzung dafür, dass die alte nachbarschaftliche Beziehung wieder auflebte. Am Ende des 15. Jahrhunderts waren Sachen und Böhmen wirtschaftlich und kulturell enger verflochten als je zuvor. Der Vortrag beleuchtet die politischen Spannungen und die Wiederannäherung und gibt Einblick in ein unerwartet farbiges Mittelalter.

ZUM REFERENTEN
Dr. André Thieme studierte sächsische Landesgeschichte und hat sich durch zahlreiche Arbeiten zur Geschichte des Mittelalters und der Reformation ausgewiesen. Die laufende Sonderausstellung SACHSEN BÖHMEN 7000 begleitete er im wissenschaftlichen Beirat. Gemeinsam mit Uwe Tresp hat er den wissenschaftlichen Tagungsband „Eger 1459“ herausgegeben.

ZUR VORTRAGSREIHE „BEZIEHUNGSGESCHICHTEN“ In insgesamt zehn Vorträgen beleuchten Archäologen, Historiker*innen und Kunsthistoriker die Beziehungsgeschichte Sachsens und Böhmens.
Die Vortragsreihe begleitet die aktuelle Sonderausstellung „SACHSEN BÖHMEN 7000. Liebe, Leid und Luftschlösser“, die bis zum 31. März 2019 im smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz – zu sehen ist.

WEITERE TERMINE DER VORTRAGSREIHE
Donnerstag, 21. Februar 2019, Beginn: 18.00 Uhr Ein Meissner am Hof des Kaisers – Wilhelm der Einäugige und Karl IV.
Lenka Nemravová, Historikerin, Chemnitz/Prag

Donnerstag, 7. März 2019, Beginn: 18.00 Uhr Unterwegs an der Elbe – Die Elbe als Verkehrsweg zwischen Böhmen und Sachsen in der Vorgeschichte doc. PhDr. Vladimír Salač, CSc., leitender Wissenschaftler, Archäologisches Institut, Tschechische Akademie der Wissenschaften, Prag

Donnerstag, 28. März 2019, Beginn: 18.00 Uhr Das Gold des Nordens – Bernstein in der Frühbronzezeit Europas und die Anfänge der Bernsteinstraße Dr. Michal Ernée, Archäologisches Institut Prag

ADRESSE | KONTAKT
smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz

Quelle: Freistaat Sachsen


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