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Eine gute Wahl Was Eltern von Schulanfängern bei der Mittagsverpflegung beachten sollten


Eine gute Wahl  Was Eltern von Schulanfängern bei der Mittagsverpflegung beachten sollten


Eine gute Wahl Was Eltern von Schulanfängern bei der Mittagsverpflegung beachten sollten

Eine gute Wahl  Was Eltern von Schulanfängern bei der Mittagsverpflegung beachten sollten

Schulverpflegung hat in Sachsen nicht nur eine langjährige Tradition, laut einer Studie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz (2010) nehmen noch immer geschätzte 72 Prozent aller Grundschülerinnen und -schüler ihr Mittagessen in der Schule ein.

Die Wahl des Speisenanbieters und die Festlegung von Kriterien bezüglich Preis und Qualität der Verpflegung sind daher grundlegende Entscheidungen, die die Ernährung junger Sachsen betreffen. Neben Schulträgern und Schulen sollten Eltern in diesem Punkt mitbestimmen dürfen.

Was auf den Mittagstisch kommt, hängt schließlich von der Auswahl aus dem täglichen Speisenangebot ab und nicht selten handelt es sich dabei um mehr als drei Menüs auf dem Speisenplan. Eltern von Schulanfängern stellt dies vor keine einfache Aufgabe. Manuela Sorg von der Verbraucherzentrale Sachsen weiß: „Der Konflikt junger Eltern besteht oft darin, aus mehreren angebotenen Speisen eine Wahl zu treffen zwischen dem, was sie als gesund erachten und dem, was ihrem Kind besser schmeckt.“ Die wenigsten Kinder würden das Seelachsfilet auf Gemüsereis den Quarkkeulchen mit Apfelmus vorziehen. Doch wer sich nur nach den besonderen Vorlieben der Kleinen richtet, trifft vermutlich keine ausgewogene Auswahl im Sinne einer gesundheitsfördernden Ernährung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung entwickelte mit dem „DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung“ umfassende Kriterien für die Planung und Auswahl von Lebensmitteln und Speisen. Sorg gibt zu bedenken: „Wer sich mit dieser Thematik zuvor noch nie befasst hat, dem dürfte es nicht leicht fallen, das Schulessen vor Ort anhand der Qualitätskriterien zu bewerten.“ Als ersten Schritt empfiehlt sie Eltern von Schulanfängern daher ein paar einfache Tipps für die Auswahl der Mittagsverpflegung:

  1. Eltern sollten sich den Speisenplan mit ihrem Kind gemeinsam ansehen. So können sie seine Geschmacksvorlieben berücksichtigen und gleichzeitig sanft darauf Einfluss nehmen, auch einmal eine Alternative zu probieren.
  2. Jede Mittagsmahlzeit sollte mindestens drei Komponenten enthalten: ein Getränk in Form von Trink- oder Mineralwasser, eine Portion eines Kartoffel- oder Getreideprodukts sowie eine Gemüse-/Rohkostportion.
  3. Die wöchentliche Speisenauswahl sollte folgendermaßen zusammensetzt sein (bezogen auf 5 Tage):

–       maximal 2x Fleisch,

–       1x Fisch,

–       1x vegetarisch (auf Basis von Getreide-/Kartoffelprodukten und Gemüse/Rohkost),

–       1x vegetarisch (z. B. Süßspeise oder Eigericht).

Über die tägliche Wahl hinaus sollten sich Eltern auch über weitere Aspekte einer guten Schulverpflegung informieren lassen oder sich vor Ort in den Schulen ein Bild machen können, z. B. darüber, wie der Speiseraum gestaltet ist oder ob die Essenszeiten ausreichen.

Im besten Falle gibt es in der Schule einen festen Ansprechpartner für Verpflegungsangelegenheiten, der auch das Feedback der Schüler und Eltern einholt, oder ein Verpflegungsgremium, in dem sich Eltern selbst engagieren können.

Mit dem Projekt „Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Sachsen“ setzt sich die Verbraucherzentrale Sachsen auch in diesem Schuljahr für eine ausgewogene und akzeptierte Verpflegung in Kindertageseinrichtungen und Schulen ein. Neben dem Beratungs- und Informationsangebot zum DGE-Qualitätsstandard werden Aktionen wie der 4. Sächsische Tag der Schulverpflegung am 16. Oktober 2014 und der Wettbewerb „Check deine Mensa!“ initiiert. Mehr Informationen sind unter www.vernetzungsstelle-sachsen.de verfügbar.

Die Verbraucherzentrale Sachsen wünscht allen Schulanfängern einen gelingenden Schulstart und eine gute Wahl!

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

 


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