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Die schützen, die sich nicht selbst schützen können


Die schützen, die sich nicht selbst schützen können


Die schützen, die sich nicht selbst schützen können

»Gesundes und sicheres Aufwachsen für unsere Kleinsten ist ein zentrales Politikziel der sächsischen Familienpolitik. Kinder aus suchtbelasteten Familien benötigen unseren besonderen Schutz und deren Eltern wirksame Unterstützung, die dabei hilft, aus dem Teufelskreislauf der Sucht auszusteigen. Mit Projekten, die Kinder und deren Familien auf diesem schwierigen Weg begleiten, eröffnen wir Wege aus der Sucht und damit eine Stabilisierung der betroffenen Familien. Denn ich weiß: Auch suchtkranke Eltern wollen gute Eltern für ihre Kinder sein. Oftmals ist Elternschaft eine wichtige Motivation, die Sucht zu besiegen«, sagt Staatsministerin Barbara Klepsch anlässlich der bundesweiten »Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien«. In Deutschland wachsen etwa 2 bis 3 Millionen (d. h. 15 – 22 %) Kinder und Jugendliche mit familiären Suchtproblematiken auf. Abgeleitet aus den Daten der Deutschen Suchthilfestatistik kann damit gerechnet werden, dass bei den Klientinnen und Klienten sächsischer Suchtberatungs- und -behandlungsstellen ca. 7.000 Kinder mit im Haushalt leben.

Zur Unterstützung betroffener Kinder und Familien wurden mit Fördermitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz verschiedene Initiativen und Projekte unterstützt. Zum Beispiel 2017 die Projekte »Plan B – Hilfen für suchtgefährdete und suchtkranke Eltern« und »PICKNICK« in Chemnitz mit ca. 120.000 Euro sowie das Projekt »Kind SUCHT Eltern« im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 23.000 Euro.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Angebote für Familien mit einer Suchtbelastung in Sachsen, zu denen die sozialpädagogischen Familienhilfen, Angebote, welche über die regionalen Netzwerke für Kinderschutz und frühe Hilfen vermittelt werden, und Fortbildungsveranstaltungen für Erzieherinnen und Erzieher zur Thematik Kinder aus suchtbelasteten Familien der Fach- und Koordinierungsstelle Suchtprävention Sachsen (www.suchtpaevention-sachsen.de) gehören.

Die gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Situation von Eltern und das Wohl ihrer Kinder stehen in einem engen Zusammenhang. So haben Suchterkrankungen immer Auswirkungen auf die Kinder betroffener Eltern. Nicht allein das Vorhandensein von Suchtmitteln im häuslichen Umfeld, sondern oftmals auch die psychischen und sozialen Schwierigkeiten der Eltern müssen als schwerwiegende Faktoren für die Entwicklung der Kinder gewertet werden. Die Kinder von Suchtkranken sind im Alltag stärkeren Belastungen und Gefährdungen in Bezug auf ihre gesunde Entwicklung ausgesetzt als andere Kinder. Zu diesen Risikofaktoren gehören die Überforderung durch die Übernahme altersunangemessener Aufgaben sowie fehlende Zuwendung und Geborgenheit. Je nach Schwere der Abhängigkeitserkrankung der Eltern fehlt es ggf. an elementaren Voraussetzungen des Alltagslebens. Die Kinder sind oftmals wenig vertrauensvollen, nicht kalkulierbaren Beziehungen ausgesetzt. Mögliche Folgen für diese Kinder sind u. a. erhöhte Risiken für die Entwicklung einer eigenen Suchterkrankung sowie für alle anderen psychischen Störungen der Kindheit und des Jugendalters.

Quelle: Freistaat Sachsen

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