Schlüsseldienstbetrug erkennen und verhindern

Der Hausschlüssel ist neben der Geldbörse wohl das wichtigste Utensil der Menschen. Nur ungern würde man ihn verlegen oder gar verlieren. Allein schon das Vergessen in den eigenen vier Wänden zieht viele Probleme nach sich. Nicht selten hilft nur noch der Schlüsseldienst.  Aber Vorsicht: Viele Unternehmen nutzen die Notsituation ihrer Kunden aus. Häufig kommt es dadurch zum Schlüsseldienstbetrug. Was Schlüsseldienstbetrug genau ist und wie Schlüsseldienstbetrug eigentlich funktioniert und verhindert werden kann, beäugen wir in diesem Artikel etwas genauer. Schließlich kann jeder einmal in diese Situation geraten – und dann ist guter Rat teuer.

Achtung: Ein Schlüsseldienst kann teuer werden

Wenn die Tür ins Schloss fällt und die Schlüssel noch in den eigenen vier Wänden sind, hilft oft nur der Schlüsseldienst. Ärgerlich, denn eine professionelle Türöffnung kann teuer werden. Je nach Wohnort, Lage und Zeitraum kann die Rechnung mehrere hundert Euro betragen. Wie in der Grafik unten ersichtlich ist, dürften die Schlüsseldienste bei einer fairen Behandlung ihrer Kunden aber nur 60-70 Euro verlangen. Oftmals sind Schlüsseldienste aber deutlich teurer. Die Summe setzt sich wie folgt zusammen:

  • Anfahrt: Wie weit ist das Unternehmen vom Wohnort entfernt?
  • Türöffnung: Um welche Art von Tür handelt es sich genau? Was muss der Dienstleister unternehmen?
  • Zuschlag: Muss die Türöffnung an einem Feiertag oder spät in der Nacht durchgeführt werden?
  • Mehrwertsteuer: Ein erheblicher Betrag geht – wie bei jeder Dienstleistung – an den Staat.

Für die komplette Infografik bitte auf das Vorschaubild klicken (via www.betrugstest.com)

Schlüsseldienstbetrug erkennen & Aussperren verhindern

Nicht wenige Menschen müssen einmal in ihrem Leben einen Schlüsseldienst kontaktieren. Vielen ist diese Aktion nicht nur peinlich, sondern auch zu teuer. Nicht nur die 44-jährige Hausfrau aus Geretsried musste eine saftige Rechnung bezahlen. In der Notsituation rät jeder Rechtsanwalt und auch der Verbraucherschutz, ruhig zu bleiben und das betreffende Unternehmen zu prüfen. Eine Nötigung durch einen Schlüsseldienstbetrug kann leicht erkannt werden:

  • Viele Telefonnummern: Bietet ein Schlüsseldienst Telefonnummern aus mehreren Städten an, wird er vermutlich eine weite Anfahrt und riesige Rechnung präsentieren.
  • Keine Preisauskunft: Ist der zu bezahlende Preis nicht leicht ersichtlich oder auch gar nicht erfragbar, hat das Unternehmen vermutlich einiges zu verbergen – und einen heimtückischen Plan mit der Rechnung vor.
  • Mehrere Einträge im Branchenbuch: Sollte das Unternehmen unter mehreren verschiedenen Namen in einem Branchenbuch geführt werden, ist die Gefahr eines Schlüsseldienstbetrugs sehr hoch.

Die deutlich bessere Variante ist ohnehin, dass man das Aussperren grundsätzlich verhindert. Auch dafür gibt es ein paar hilfreiche Tipps und Tricks. Werden diese eingehalten, setzt man sich der Gefahr eines Schlüsseldienstbetrugs gar nicht erst aus.



  • Kontrolle: Bevor die Tür geschlossen wird, sollte man kontrollieren, ob der Schlüssel mitgeführt wird.
  • Schlüssel hinterlegen: Um bei einer Aussperrung nicht den Schlüsseldienst kontaktieren zu müssen, bietet es sich an, bei einem guten Freund oder Familienmitglied einen Zweitschlüssel zu hinterlegen.
  • Schlüssel verstecken: Wer einen großen Garten besitzt, kann sich seinen Zweitschlüssel auch selbst hinterlegen. Ein gutes Versteck ermöglicht den Zugriff zu jeder Tages- und Nachtzeit – und ist sicher!

BU: Die Schlüssel für die eigenen vier Wände sollte man besser nie vergessen. Ansonsten hilft oft nur ein professioneller und seriöser Schlüsseldienst.

Vorsicht: So schützt man sich vor Schlüsseldienstbetrug

Bei all der Gefahr von einem Betrug durch den Schlüsseldienst, können sich die Opfer – selbst in einer solchen Notsituation – selbst sehr gut schützen. Wer von den Gefahren und Tipps & Tricks der Betrüger weiß, der kann Gegenmaßnahmen ergreifen, um gar nicht erst in eine solche Situation zu geraten. Denn wurde die Dienstleistung erst einmal durchgeführt und die horrende Rechnung gestellt, ist ein Entkommen aus der Bezahlpflicht äußerst schwierig. Dabei kann man sich vor einem Schlüsseldienstbetrug ganz einfach selbst schützen, indem man ein paar hilfreiche Tipps und Tricks beachtet und befolgt.

  • Unternehmen prüfen: Bevor der Ausgesperrte ein Unternehmen kontaktiert, sollte er sich über die Firma etwas genauer informieren. So kann zum Beispiel die Polizei und die Handwerkskammer befragt werden. Außerdem sind Bewertungen ehemaliger Kunden im Internet sehr hilfreich.
  • Preis verhandeln: Wer den Festpreis und den Preis für die Anfahrt nicht vor der Dienstleistung abspricht, der darf sich über eine hohe Rechnung im Nachhinein nicht beschweren. Deutlich cleverer ist, den zu bezahlenden Preis schon vor der Anfahrt exakt abzusprechen und erst dann die Dienstleistung in Auftrag zu geben.
  • Fragen stellen: Ist der Mitarbeiter des Unternehmens Zuhause eingetroffen, sollten vor dem Start der Dienstleistung noch ein paar Fragen gestellt werden. So ist ein Ausweis der betreffenden Person zu sichten, ebenso wie das Einholen einer Bestätigung bezüglich des Preises.
  • Mit Zeugen warten: Allgemein ist zu empfehlen, dass die ausgesperrte Person nicht allein vor der Wohnungstür auf den Schlüsseldienst wartet. Wer einen Zeugen vorweisen kann – zum Beispiel im Hinblick auf den vereinbarten Preis – hat vor Gericht deutlich bessere Karten, Recht zu bekommen.

Alles in Allem kommt ein Schlüsseldienstbetrug zwar durchaus häufig vor, doch die Kunden können sich durch ein kluges Verhalten selbst davor schützen. Wer die Anzeichen eines Schlüsseldienstbetrugs kennt und weiß, wie er diesen begegnen kann, der wird auch mit keiner hohen Rechnung konfrontiert. Doch es gilt zu bedenken: Vorsicht ist besser als Nachsicht, gerade wenn es um einen Schlüsseldienst geht.

Quelle: https://pixabay.com/de/haus-tasten-schl%C3%BCssel-die-t%C3%BCr-burg-1407562/
Alt: Schlüsseldienstbetrug
Quelle: Text: Oomphwebservice

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