GT Qualifying – World Endurance Championship WEC, 4. Lauf, Nürburgring/Deutschland Erste Pole in der WEC für neuen 911 RSR

Stuttgart. Der neue Porsche 911 startet am Sonntag auf dem Nürburgring von der Pole-Position zu seinem Heimrennen in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC. Im Qualifying auf dem 5,148 Kilometer langen Eifelkurs fuhren Michael Christensen (Dänemark) und Kévin Estre (Frankreich) mit der Startnummer 92 die schnellste Zeit in der Klasse GTE-Pro. Für Porsche ist es die erste Pole in dieser traditionell besonders hart umkämpften Kategorie seit dem Rennen in Bahrain 2013. Im zweiten vom Porsche GT Team eingesetzten 911RSR mit der Startnummer 91 belegten Richard Lietz (Österreich) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) den dritten Platz.

Für den 911 RSR, der bei Porsche Motorsport in Weissach auf Basis des Hochleistungssportwagens 911 GT3 RS für diese Saison komplett neu entwickelt wurde, ist es die zweite Pole-Position in Folge. Beim Rennen der nordamerikanischen IMSA SportsCar Championship vor einer Woche in Bowmanville stand der 510 PS starke Rennwagen ebenfalls auf dem besten Startplatz.

Schnellster Porsche in der Klasse GTE-Am, in der Kundenteams zwei 911 RSR des Modelljahres 2015 einsetzen, war die Startnummer 77 von Dempsey Proton Racing auf dem zweiten Platz. Einer der Fahrer ist Porsche Young Professional Matteo Cairoli (Italien). Gulf Racing belegte den dritten Platz.

Das Sechsstundenrennen startet am Sonntag um 13.00 Uhr. Sport 1 überträgt von 12.30 bis 19.45 Uhr live. Als Livestream ist das Rennen auf Sport1.de zu sehen. Eurosport zeigt von 18.15 bis 19.15 Uhr die letzte Rennstunde sowie die Siegerehrung live. Die in der Basisversion kostenlose FIA WEC App bietet gegen Gebühr das komplette Rennen als Livestream plus aktueller Zeitnahme.

Stimmen zum Qualifying
Dr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge: „Für das Team ist dieses Ergebnis natürlich super, eine Riesenmotivation für unser Heimrennen am Sonntag. Jetzt gilt es, uns trotz aller Euphorie wie gewohnt intensiv vorzubereiten. Das Rennen dauert sechs Stunden, die Reifen und die Konstanz werden eine entscheidende Rolle spielen. Nach Bowmanville in der IMSA SportsCar Championship vor einer Woche ist das die zweite Pole für den neuen 911 RSR hintereinander. Das freut uns natürlich besonders. Wir konnten schon in Le Mans sehen, dass wir das neue Auto nun unter verschiedensten Bedingungen verstehen. Dass wir mit dem 911 RSR in zwei so hochklassigen Serien antreten, ist sicherlich ein Vorteil. Die Teams in Deutschland und den USA befruchten sich in ihrer Arbeit gegenseitig. Natürlich freuen wir uns auch über die gute Ausgangsposition, die sich unser Kundenteam Dempsey Proton Racing mit der ersten Startreihe in der GTE-Am gesichert hat.“
Richard Lietz (911 RSR #91): „Im Qualifying lief für uns alles nach Plan. Wir haben für das Qualifying nur einen Reifensatz verwendet, haben jetzt also eine gute Ausgangslage fürs Rennen. Ich freue mich auch für meine Teamkollegen Michael und Kévin, die den 911 RSR auf die Pole gestellt haben.“
Frédéric Makowiecki (911 RSR #91): „Das war ein gutes Qualifying. Unsere Teamkollegen auf der Pole, wir Dritter – daraus müssten wir im Rennen was machen können. Ich bin sehr zuversichtlich, denn wir waren in allen Trainings und auch jetzt im Qualifying total happy mit unserem 911 RSR. Wir haben zudem nur einen Reifensatz verwendet, einige unserer Konkurrenten zwei. Ich denke, wir sind gut aufgestellt.“
Michael Christensen (911 RSR #92): „Ich habe eine sehr gute Runde erwischt. Im Vergleich zum letzten Training war das eine enorme Verbesserung. Die Reifen haben einen so guten Grip aufgebaut, dass ich selbst fast etwas überrascht war. Nach der ersten Kurve habe ich gedacht: Hoppla, das wäre jetzt auch noch schneller gegangen. Ein Dankeschön an das Team, das unseren 911 RSR hervorragend vorbereitet hat.“
Kévin Estre (911 RSR #92): „Meine erste Pole in der WEC fühlt sich traumhaft an. Wir hatten in diesem Jahr schon einige sehr schwierige Qualifyings, umso erleichterter sind wir jetzt, dass sich die viele Arbeit ausgezahlt hat. Ich hatte einen minimalen Fehler in der ersten Kurve, aber sonst war die Runde schnell genug für die Pole. Ich hoffe, dass wir im Rennen an diese Leistung anknüpfen können. Wenn uns das gelingt, geht die Saison für uns jetzt richtig los.“



Ergebnis Qualifying
Klasse GTE-Pro
1. Christensen/Estre (DK/F), Porsche 911 RSR, 1:54,007 Minuten
2. Thiim/Soerensen (DK/DK), Aston Martin, + 0,345 Sekunden
3. Lietz/Makowiecki (A/F), Porsche 911 RSR, + 0,511
4. Mücke/Pla (D/F), Ford GT, + 0,687
5. Rigon/Vilander (I/SF), Ferrari 488 GTE, + 0,750
6. Priaulx/Tincknell (GB/GB), Ford GT, + 0,800
7. Calado/PierGuidi (I/I), Ferrari 488 GTE, + 1,030
8. Turner/Adam/Serra (GB/GB/BRA), Aston Martin, + 1,375

Klasse GTE-Am
1. Dalla Lana/Lamy/Lauda (CAN/P/A), Aston Martin, 1:56,721 Minuten
2. Ried/Cairoli/Dienst (D/I/D), Porsche 911 RSR, + 0,408
3. Wainwright/Barker/Foster (GB/GB/GB), Porsche 911 RSR, 1,237
4. Flohr/Castellacci/Molina (CH/I/P), Ferrari 488 GTE, + 1,306
5. Mok/Sawa/Griffin (MYS/J/IRL), Ferrari 488 GTE, + 1,614
Quelle: Porsche Motorsport

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