LMP1, 24 Stunden von Le Mans (FR) – Rennen nach 15 Stunden Porsche 919 Hybrid führt durch die Nacht

Stuttgart. In einer für Konkurrent Toyota dramatischen Phase mit zwei Ausfällen nach Mitternacht hat der Porsche 919 Hybrid mit der Startnummer 1 um 00:45 Uhr die Spitze in Le Mans übernommen. Bei Sonnenaufgang morgens um sechs führt das Trio Neel Jani (CH), André Lotterer (DE) und Nick Tandy (GB) mit elf Runden Vorsprung im Gesamtklassement. Der Schwester-Porsche mit der Startnummer 2 von Earl Bamber (NZ), Timo Bernhard (DE) und Brendon Hartley (NZ) hat nach seiner einstündigen Reparatur am frühen Samstagabend im Gesamtklassement bis auf Platz 10 aufgeholt. In der LMP1-Wertung liegt er mit 17 Runden Rückstand auf die Teamkollegen an Position zwei. Porsche absolvierte mit beiden 919 Hybrid reibungslose Vierfachstints in der Nacht.

So läuft das Rennen für die Startnummer 1 seit Mitternacht:
Nach Neel Janis letztem Tankstopp Ende der 143. Runde dreht er sich auf kalten Reifen während einer Safety-Car-Phase und kommt vorzeitig zum Boxenstopp. Er übergibt nach 152 Runden an Nick Tandy. Als der Toyota mit der Startnummer 7 nach der Safety-Car-Phase ausrollt, übernimmt der Brite in der 155. Rennrunde um 00:45 Uhr die Führung in Le Mans. Nach Runde 167 um 01:48 Uhr kommt Tandy zum Tankstopp und fährt weiter – mit 29 Runden Vorsprung auf den nunmehr einzigen im Rennen befindlichen Toyota mit der Startnummer 8. Nach 180 Runden (02:35 Uhr) tankt er erneut. In Runde 194 steigt André Lotterer in den frisch bereiften 919 Hybrid ein. Er tankt nach 206 Runden um 04:09 Uhr und nach 219 Runden um 04:57 Uhr. Seit 05:53 (Ende Runde 233) steuert Neel Jani den führenden Porsche.

So läuft das Rennen für die Startnummer 2 seit Mitternacht:
Seit Ende der 124. Runde für die Startnummer 2 (Rennrunde 143) ist Earl Bamber am Steuer. Nach 138 Runden (Rennrunde 156) muss er eine Durchfahrtsstrafe absolvieren: Timo Bernhard wurde beschuldigt, seinen Gurt bei einem vorangegangenen Boxenstopp zu früh gelöst zu haben. Eine Runde später kommt Bamber zum Tanken. In der LMP1-Klasse schließt er zum führenden Schwester-Porsche auf, als nach der Nummer 7 auch die Nummer 9 von Toyota ausrollt. Im Gesamtklassement ist der Nummer-2-Porsche trotz seines einstündigen Reparaturstopps am frühen Abend mittlerweile auf Platz 17. Nach 153 Runden (Rennrunde 172) lässt Bamber auftanken. Nach 167 Runden (Rennrunde 185) übergibt er um 03:00 Uhr an Brendon Hartley, der mit frischen Reifen an Gesamtposition 16 weiterfährt. Er tankt nach 180 Runden (Rennrunde 198) und nach 193 Runden (Rennrunde 210). Um 04:27 Uhr liegt das Auto im Gesamtklassement auf Position 14. Um 05:13 Uhr (nach 206 Runden, Rennrunde 223) übergibt Hartley an Bernhard, der mit frischen Reifen als 13. insgesamt weiterfährt.

Stimmen:

Fahrer Porsche 919 Hybrid Startnummer 1
Neel Jani (33, Schweiz): „Mein Dreifachstint bis kurz nach Mitternacht lief sehr schwierig. Im ersten Drittel habe ich wegen einer verschmierten Frontscheibe sehr schlecht gesehen. Die Sicht besserte sich nach dem ersten Stopp, aber generell war das Grip-Niveau sehr niedrig. Außerdem gab es im Rahmen der Safety-Car-Phase einige Verwirrung auf der Strecke.“

Nick Tandy (32, Großbritannien): „Ja, wir führen das Rennen in den ganz frühen Morgenstunden an, aber ich will an nichts anderes denken als daran, unsere Arbeit gut zu machen. Wir dürfen uns keine Fehler erlauben und müssen versuchen, unser Auto ins Ziel zu bringen. Nichts darf uns ablenken.“

Fahrer Porsche 919 Hybrid Startnummer 2
Earl Bamber (26, Neuseeland): „Ich bin einen Vierfachstint bis morgens um drei gefahren. Es war verrückt: Ich weiß nicht, wo manche der Fahrer ihre Lizenzen herhaben. Aber unser Team arbeitet fantastisch, für unsere Nummer-2-Crew ist noch ein Podium drin. Allerdings haben wir erst Halbzeit. Vor uns liegt noch ein langer Weg, wir werden nicht nachlassen.“

Brendon Hartley (27, Neuseeland): „Es war ein sehr seltsames Rennen bisher mit den Ausfällen der stark platzierten Toyota. Meine Stints liefen gut. Wir haben eine Chance, bis auf Platz zwei aufzuholen, und setzen alles daran. Volle Attacke!“

Alle Punktestände: http://www.fiawec.com/courses/classification.html
Alle Ergebnisse: http://fiawec.alkamelsystems.com

24 Stunden von Le Mans: Porsche 911 RSR behauptet sich in der  Spitzengruppe



Stuttgart. Bei den 24 Stunden von Le Mans sind die neuen Porsche 911 RSR in der Nacht dank einer perfekten Boxenstrategie, schnellen Stopps und fehlerlosen Stints immer besser ins Rennen gekommen. Der 911 RSR mit der Startnummer 91 übernahm in den Morgenstunden mit Richard Lietz (Österreich) am Steuer, der sich mit den Franzosen Frédéric Makowiecki und Patrick Pilet im Cockpit abwechselt, sogar kurzzeitig die Führung. Momentan liegt der 510 PS starke Rennwagen aus Weissach als Dritter aussichtsreich in der Spitzengruppe. Pech hatte der zweite vom Porsche GT Team eingesetzte 911 RSR mit der Startnummer 92. Nach 179 Runden verlor Michael Christensen (Dänemark) in der Ford-Schikane beim Überfahren des Randsteins das Fahrzeug und schlug hart mit dem Heck ein. Der Schaden konnte nicht mehr behoben werden, sodass Christensen und seine Teamkollegen Kévin Estre (Frankreich) und Dirk Werner (Würzburg) das Rennen vorzeitig beenden mussten.

In der Klasse GTE-Am liegt das Team Dempsey Proton Racing mit Porsche Young Professional Matteo Cairoli (Italien) auf Platz sechs. Auch hier kommt der 911 RSR (Modelljahr 2015) zum Einsatz.

Stimmen zum bisherigen Rennverlauf
Dr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge: „Es sind 18 Stunden vorbei im Rennen und die Spannung in der GTE-Klasse ist nicht zu überbieten. Alle Autos, die noch mit dabei sind, fahren quasi in einer Linie, es ist extrem eng und völlig unklar, wie das Rennen ausgehen wird. Wir haben leider in der Nacht die 92 verloren, liegen aber mit der 91 auf Platz drei. Es liegen noch sechs Stunden vor uns bei einem der härtesten Rennen in der GTE-Klasse in Le Mans, das wir je gesehen haben.“

Fahrer 911 RSR #91
Richard Lietz: „Das Auto funktioniert in fast allen Bereichen tadellos. Die Balance ist hervorragend, nur auf der Geraden sind wir etwas langsamer als die Konkurrenz. Deshalb müssen wir etwas mehr riskieren. Das Rennen ist noch lang und es kann viel passieren. Wir müssen einfach immer weiterkämpfen.“
Patrick Pilet: „Wir liegen zurzeit gut im Rennen, aber es ist noch ein langer Weg. Leider haben wir in der Nacht durch das Safety Car viel Zeit verloren, die wir wieder aufholen mussten. Das Auto läuft gut, es gab ein kleines Problem, das wir aber behoben haben. Wir müssen weiter pushen und werden sehen, wo wir am Ende stehen.“
Frédéric Makowiecki: „Die Konkurrenz ist unglaublich stark, aber wir haben uns in das Rennen hineingekämpft und Kontakt zur Spitze. Wir dürfen keine Fehler machen, dann ist hier in Le Mans alles möglich.“

Fahrer 911 RSR #92
Michael Christensen: „Ich habe eine Menge riskiert und in der Ford-Schikane ein bisschen zu viel gepusht. Aber das passiert, so ist Rennsport. Das Auto hat gut funktioniert, wir waren vorne mit dabei, deshalb ist dieser Ausfall sehr schade. Es tut mir leid für das ganze Team, das eine tolle Arbeit gemacht hat.“
Kévin Estre: „Unglücklicherweise hat Michael das Auto in der Ford-Schikane verloren und ist mit dem Heck eingeschlagen. Er hatte keine Möglichkeit mehr, zur Box zu kommen und deshalb mussten wir aufgeben. So ist der Rennsport und das 24-Stunden-Rennen von Le Mans ist eines der härtesten der Welt. Wir drücken jetzt unseren Kollegen im 911 Porsche RSR mit der Nummer 91 die Daumen.“
Dirk Werner: „Wir sind immer besser in Schwung gekommen und haben teilweise sogar an der Spitze gelegen. Deshalb ist das Ausscheiden sehr schade, vor allem bei einem solch prestigeträchtigen Rennen wie hier in Le Mans. Aber damit muss man als Rennfahrer leben, wir werden im nächsten Jahr umso stärker zurückkommen.“

Fahrer Kundenteams
Matteo Cairoli (911 RSR #77, Dempsey Proton Racing): „Es ist für mich immer noch etwas Besonderes, hier in Le Mans am Steuer eines Porsche zu sitzen. In der Nacht haben wir zunächst etwas aufgeholt, aber die Konkurrenz ist sehr stark. Wir haben die Chance, aufs Podium zu fahren und wollen sie nutzen.“
Patrick Long (911 RSR #93, Proton Competition): „Wir haben nicht den Speed, um ganz nach vorne zu kommen und versuchen deshalb, klare und saubere Stints zu fahren. Alle machen einen guten Job und wir werden sehen, wo wir am Ende stehen.“

Quelle: Porsche Motorsport

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