Brand in der historischen Altstadt von Görlitz -100 000 € Schaden

Brand Dachgeschoßwohnung Werdau

Görlitz, Hotherstraße

13.04.2014, 13:38 Uhr und 22:20 Uhr

Ein Brand in einem historischen Gebäude in der Görlitzer Altstadt hat Sonntagnachmittag und -abend Feuerwehr, Polizei und Technisches Hilfswerk in Atem gehalten. Ein Feuerwehrmann wurde bei Löscharbeiten schwer verletzt.

Gegen 13:30 Uhr wurde eine Streife der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf auf das Feuer aufmerksam. Aus einem Dachstuhl an der Hotherstraße quoll dichter Rauch. Sofort eilten Feuerwehr und Polizei zum Einsatzort. In dem betroffenen mehrgeschossigen Haus war niemand zugegen. Da die Flammen drohten, aufgrund der engen Bebauung auch auf benachbarte Gebäude überzugreifen, wurden aus diesen sechs Bewohner unverletzt evakuiert.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Das Feuer fraß sich durch den Dachstuhl. Die Berufsfeuerwehr Görlitz war mit Unterstützung der Freiwilligen Wehren Stadtmitte, Ludwigsdorf und Hagenwerder mit insgesamt 45 Mann im Einsatz. Erst mit Hilfe einer weiteren Drehleiter der Feuerwehr aus Löbau gelang es, den Flammen Herr zu werden. Ein Feuerwehrmann zog sich Brandverletzungen zu. Er kam in ein Klinikum.

Gegen 16:30 Uhr war der Brand vorerst gelöscht. Die Ortsgruppe Görlitz des Technischen Hilfswerkes war mit 20 Kameraden im Einsatz und beräumte das betroffene Gebäude vom Brandschutt. Da es möglicherweise einsturzgefährdet ist, durfte niemand mehr in das Gebäude, aber auch nicht zu den Wohnungen der Hinterhofbebauung. Daher bauten die Hilfswerker einen gesicherten Behelfstunnel, um den Bewohnern der hinteren Gebäude den Zugang zu diesen zu ermöglichen.



Um 22:20 Uhr sich einige Glutnester wieder entzündet. Die Kameraden der Berufsfeuerwehr löschten die Flammen, einige Feuerwehrleute hielten bis zum Morgengrauen Brandwache.

Ein Statiker wird heute das betroffene Gebäude überprüfen, ob Einsturzgefahr besteht. Erst danach wird ein Brandursachen-ermittler der Kriminalpolizei seine Untersuchungen vor Ort aufnehmen können. Der Sachschaden belief sich nach ersten Schätzungen auf mehrere 100.000 Euro. (tk)

 Quelle: PD Görlitz

 

 






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