Verkehrsbericht 2013 der PD Chemnitz

Polizei02

Überblick zur Verkehrslage im Direktionsbereich

Im Jahr 2013 wurden im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz

24.214 Verkehrsunfälle erfasst. Das sind 418 Unfälle (- 1,7 %) weniger als 2012 und entspricht dem landesweiten Trend.

Bei 2 578 Unfällen mit Personenschaden (2012: 2 929) erlitten

3 320 Menschen Verletzungen (2012: 3 734). Sowohl die Anzahl der Schwerverletzten (2013: 913), 154 weniger als 2012, als auch die der Leichtverletzten (2012: 2 407), 260 weniger als 2012, sank.

Im Jahr 2013 verloren 50 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben,

2 weniger als 2012.

In der Stadt Chemnitz und im Erzgebirgskreis gab es einen Anstieg der bei Verkehrsunfällen getöteten Personen. Im Landkreis Mittelsachsen und auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich der PD Chemnitz sank die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Menschen

Bei 21.636 Unfällen blieb es bei Sachschäden. Das sind 67 Unfälle

(- 0,3 %) weniger als im Jahr 2012.

An insgesamt 288 Unfällen waren im Jahr 2013 Kinder (bis 14 Jahre) beteiligt (nicht gleich Verursacher), davon 80 Kinder als Radfahrer.

Bei diesen Unfällen wurden 250 Kinder verletzt. 2013 kamen drei Kinder bei Verkehrsunfällen ums Leben (2012: 0).

An knapp einem Viertel aller Unfälle (5 465) waren 2013 junge Fahrer im Alter von 18 bis 25 Jahren beteiligt (beteiligt ist nicht gleich Verursacher). 605 Menschen dieser Altersgruppe sind 2013 bei Unfällen verletzt worden.  Sechs junge Menschen (18 bis 25) verloren 2013 bei Unfällen ihr Leben.

Verkehrskontrollen, Aufklärung und Präventionsmaßnahmen, wie die im März 2007 im Polizeirevier Stollberg eröffnete Wanderausstellung „Es gibt Tage, an denen man verliert“, die bis 31. Dezember 2013 bei 734 Veranstaltungen 15.932 Besucher hatte, werden fortgesetzt, um junge Fahrer weiter zu sensibilisieren.

Bei 4 715 Unfällen waren Fahrer der Generation 65+ beteiligt. Siebzehn Menschen dieser Altersgruppe verloren 2013 bei Unfällen ihr Leben und 451 Menschen dieser Altersgruppe wurden bei Unfällen verletzt.

Ein wesentlicher Bestandteil der Kontrolltätigkeit war auch 2013 in allen Polizeirevieren und Inspektionen die Feststellung/Unterbindung des Führens von Fahrzeugen unter Alkoholeinfluss und/oder Drogen im Straßenverkehr zur Bekämpfung der Unfallursache „Fahren unter Alkoholeinfluss“.

2013 konnten 1 322 Menschen (2012: 1 278), die alkoholisiert ein Fahrzeug führten, „aus dem Verkehr gezogen“ werden, bevor es möglicherweise zum Unfall gekommen wäre.

Die Summe der 2013 unter Alkoholeinfluss verursachten Verkehrsunfälle betrug 393 (2012: 472).

Die Anzahl der bei den unter Alkohol verursachten Verkehrsunfällen verletzten Personen beziffert sich auf 195. Vier Menschen verloren 2013 bei diesen Unfällen ihr Leben.

Gegen 506 Fahrzeugführer wurde im Jahr 2013 wegen des Verdachts des Fahrens unter Einfluss von Betäubungsmitteln ermittelt (2012: 485). Das ist Beleg intensiver polizeilicher Kontrollen. Nachgewiesen wurden überwiegend Cannabis/Haschisch, Amphetamine, Kokain sowie Opiate.

Bei den Hauptunfallursachen gab es einen Wechsel. Die Ursache „Fehler beim Wenden und Rückwärtsfahren“ (3 137) rangiert jetzt an 1. Stelle vor ungenügendem Sicherheitsabstand (3 026) und unangepasster Geschwindigkeit (2 737).

Verkehrsunfälle, deren Ursache in zu hoher bzw. unangepasster Geschwindigkeit zu suchen ist, enden oft mit schweren und tragischen Folgen. Zur Bekämpfung dieser Unfallursache wurden im Jahr 2013 im Direktionsbereich 4 048 Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Dabei wurden

139.457 Geschwindigkeitsverstöße im Verwarn- und Bußgeldbereich erfasst.

Die Zahlen zeigen, dass nach wie vor ein hoher Kontrolldruck notwendig ist, um diese Unfallursache zu bekämpfen.

Die Zahl der Straftaten nach § 142 StGB (Unfallflucht) stieg um 30 auf 4 976 Fälle an.

2013 entfernte sich bei 20,6 % aller Unfälle wenigstens einer der Beteiligten pflichtwidrig vom Unfallort (2012: 20,1 %). 60,1 % (125) der Unfallfluchten mit Personenschaden und 45,2 % (2 157) der Unfallfluchten mit Sachschaden konnten aufgeklärt werden.

Bei den Kontrollen des gewerblichen Personen-, Güter- und Gefahrgutverkehrs wurden im Jahr 2013 im Direktionsbereich 10.145 Fahrzeuge (2012: 8 687) überprüft.

1 441 Fahrzeuge mussten aufgrund verschiedener technischer Mängel (überwiegend Beleuchtungs- und Signaleinrichtungen sowie Bereifung) beanstandet werden. Außerdem gab es 2 148 Verstöße gegen das Fahrpersonalrecht, überwiegend ging es dabei um Überschreitung der Lenkzeiten.

Anteil der Regionen an der Gesamtunfallzahl im Chemnitzer PD-Bereich

– Stadt Chemnitz                                           : 33 %

– Landkreis Mittelsachsen                             : 33 %

– Erzgebirgskreis                                           : 34 %

Verkehrslage 2013 in der Stadt Chemnitz

In Chemnitz blieb die Zahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2013 fast konstant auf Vorjahresniveau. Insgesamt wurden 7 725 Verkehrsunfälle registriert (2012: 7 716).

Neun Menschen kamen 2013 in Chemnitz bei Verkehrsunfällen ums Leben

(2012: 5 / 2011: 10).



955 Personen wurden im Jahr 2013 bei Verkehrsunfällen im Stadtgebiet Chemnitz verletzt (2012: 1 114).

Bei 103 Unfällen stand mindestens einer der Beteiligten unter Einfluss von Alkohol (2012: 116). Die Polizei stellte 394 Fahrzeugführer, die alkoholisiert unterwegs waren, bevor es zu Unfällen kam. Das sind 27 mehr als im Jahr 2012 und 141 weniger als im Jahr 2011.

An 1 763 Unfällen (2012: 1 933) waren junge Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren beteiligt (nicht gleichzusetzen mit Verursacher). Dabei kam ein Mensch dieser Altersgruppe ums Leben (2012: 2) und 172 Personen (2012: 218) dieser Altersgruppe erlitten Verletzungen.

Personen der Generation 65+ waren 2013 an 1 558 Unfällen beteiligt (2012: 1 613).

Drei Menschen kamen dabei ums Leben (2012: 1). Verletzt wurden 140 über

65-Jährige (2012: 164).

1 832 Straftaten des unerlaubten Entfernens vom Unfallort (Unfallflucht) mussten im Jahr 2013 erfasst werden (2012: 1 786). Das sind 23,7 % aller Unfälle. Von den

65 Unfallfluchten mit Personenschaden (2012: 66) konnten 39 (2012: 43), d.h. 60,0 % (2012: 65,2%) aufgeklärt werden. Von den 1 767 Unfallfluchten mit Sachschaden konnten 769 (43,5 %) aufgeklärt werden (2012: 44,8 %).

Verkehrslage 2013 im Landkreis Mittelsachsen

Im Landkreis Mittelsachsen sank die Gesamtzahl aller Unfälle von 7 758 (2012) auf

7 510. 19 Menschen kamen im Landkreis bei Verkehrsunfällen ums Leben, sechs Menschen weniger als 2012. Die Zahl der Verletzten ging weiter zurück, von

1 192 (2012) auf 1 057.

Bei 139 Verkehrsunfällen stand mindestens einer der Beteiligten unter Einfluss von Alkohol (2012: 175). Insgesamt 433 Fahrzeugführer, die alkoholisiert unterwegs waren, wurden aus dem Verkehr gezogen, bevor es zum Unfall kam.

An 1 657 Unfällen waren junge Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren beteiligt (nicht gleichzusetzen mit Unfallverursacher). Im Jahr 2013 kam ein Mensch dieser Altersgruppe bei Unfällen ums Leben. 175 Menschen dieser Altersgruppe wurden 2013 bei Unfällen verletzt.

Die Generation 65+ war 2013 bei 1 411 Unfällen beteiligt. Dabei verloren acht Menschen dieser Altersgruppe ihr Leben und 142 Menschen dieser Altersgruppe wurden verletzt.

In 1 415 Fällen entfernten sich Unfallbeteiligte pflichtwidrig vom Unfallort. Das sind

35 sogenannte Unfallfluchten mehr als 2012. Die Aufklärungsquote dieser Straftaten betrug 45,9 %.

Bei Unfallfluchten mit Personenschaden (62 Fälle) liegt die Aufklärungsquote 2013 bei 61,3 %.

Verkehrslage 2013 im Erzgebirgskreis

7 977 Verkehrsunfällen im Jahr 2012 stehen 7 780 Verkehrsunfälle (- 197) im Jahr 2013 gegenüber.

18 Menschen kamen ums Leben (2012: 17) und 1 075 wurden verletzt (2012: 1 191). Bei 142 Unfällen stand mindestens einer der Beteiligten unter Einfluss von Alkohol

(2012: 163). Die Polizei stellte 396 Fahrzeugführer, die alkoholisiert unterwegs waren, bevor es zu Unfällen kam.

An 1 784 Unfällen waren junge Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren beteiligt (nicht gleichzusetzen mit Unfallverursacher). Dabei kamen zwei Menschen dieser Altersgrupe ums Leben und 205 Menschen dieser Altersgruppe wurden verletzt.

An 1 639 Unfällen waren 2013 Fahrer der Generation 65+ beteiligt. Sechs Menschen dieser Altersgruppe wurden dabei getötet und 153 Menschen dieser Altersgruppe verletzt.

In 1 534 Fällen entfernten sich Unfallbeteiligte pflichtwidrig vom Unfallort. Damit sank die Zahl im Vergleich zu 2012 (1 572).

Die Aufklärungsquote bei den Unfallfluchten lag 2013 bei 48,5 %.

68 mal flüchteten Unfallbeteiligte bei Unfällen mit Personenschaden, 58,82 % (40 Fälle) dieser Fluchten konnten aufgeklärt werden.

Verkehrslage 2013 Bundesautobahnen

Zum Direktionsbereich Chemnitz gehören 70,1 km auf der Bundesautobahn 4 von der Anschlussstelle Berbersdorf bis zur Landesgrenze Sachsen-Thüringen und 62,0 km auf der Bundesautobahn 72 von der Anschlussstelle Borna-Süd bis zur Anschlussstelle Stollberg-Nord.

Auf den insgesamt 132,1 Autobahnkilometern ereigneten sich im Jahr 2013

1 199 Verkehrsunfälle (2012: 1 181). Dabei wurden vier Verkehrsteilnehmer getötet (2012: 5) und 233 verletzt (2012: 237).

Bei 9 Unfällen stand mindestens einer der Beteiligten unter Alkoholeinfluss (2012: 18). Die Polizei stellte 99 Fahrzeugführer, die alkoholisiert unterwegs waren, bevor es möglicherweise zum Unfall kam (2012: 104).

Um 13 auf 195 ist die Zahl der Unfälle gesunken, bei denen sich einer der Beteiligten pflichtwidrig vom Unfallort entfernte. Aufgeklärt werden konnten 41,54 % dieser Straftaten (2012: 48,6 %). Bei Unfallfluchten mit Personenschaden (2013: 13) konnten acht aufgeklärt werden, somit lag die Aufklärungsquote im Jahr 2013 bei 61,54 %.

 Quelle: PD Chemnitz

 

 






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