Drei Umarmungen mit Folgen/Polizei warnt vor falschen Spendensammlern

PolizeiRevierbereich Marienberg/Revierbereich Annaberg

Marienberg/Annaberg-Buchholz

– Drei Umarmungen mit Folgen/Polizei warnt vor falschen Spendensammlern

(He) Zwei Senioren wurden am Dienstagmittag auf dem Marienberger Markt Opfer von Dieben. Gegen 10.30 Uhr hielt ein Mann einem 82-Jährigen eine Spendenliste der „Behindertenhilfe Marienberg“ wortlos vor die Nase und bat so um eine Spende. Der Senior holte seine Geldbörse hervor und übergab zwei Euro. Überschwänglich bedankte sich der Unbekannte und herzte den Spender. Der Senior bemerkte kurze Zeit später, dass alle Geldscheine, über 300 Euro, aus der Geldbörse fehlten.

Der „Sammler“ ist rund 30 Jahre alt, etwa 1,70 m groß und war dunkel gekleidet.

Ähnlich erging es einem 85-Jährigen kurz vor 12 Uhr. Eine Frau hielt ihm eine augenscheinliche Spendenliste vor und bat mit Gesten um eine Spende. Der Senior war misstrauisch und wollte nichts geben. Daraufhin bedrängte die Unbekannte ihr Opfer solange, bis es schließlich die Geldbörse herausholte und ihr eine 2-Euro-Münze gab. Als der Mann sich weg drehte, verabschiedete sie sich gestenreich. Erst als die Frau verschwunden war, bemerkte der Senior, dass ihm mehrere hundert Euro aus dem Portmonee fehlen.



Die Frau ist ca. 1,60 m bis 1,65 m groß und zwischen 35 und 40 Jahre alt. Sie hat kurzes, schwarzes Haar und ist südländischen Typs. Sie trug einen auffälligen dunklen Hut mit breiter Krempe, den sie tief ins Gesicht gezogen hatte.

In Annaberg-Buchholz war gegen 12.30 Uhr ein 79-Jähriger auf dem Markt unterwegs, als ihm eine etwa 18 – bis 20-jährige Unbekannte eine Spendenliste für Gehörlose und Taubstumme vorhielt. Einige Spender waren auf der Liste bereits eingetragen. So spendete der Senior ein paar Euro. Daraufhin umarmte ihn die junge Frau mehrfach, während er die Geldbörse noch in der Hand hielt. Ein unbekannter Begleiter der Frau versuchte dann, die Ehefrau des Seniors zu umarmen, was diese jedoch nicht zuließ. Dann gingen die beiden gemeinsam weg. Der 79-Jährige schaute noch einmal in seine Geldbörse und vermisste jetzt seine Geldscheine. Das hatte das Pärchen wohl mitbekommen, denn in diesem Moment flüchteten beide in die Kleine Kirchgasse bzw. in Richtung Wolkensteiner Straße. Die Unbekannte ist ca. 1,65 m groß und schlank. Sie hatte schwarze, lange Haare. Ihr Begleiter ist auch ca. 20 Jahre alt, schwarzhaarig und etwa 1,70 m groß.

Die Polizei warnt vor diesen und anderen falschen Spendensammlern, die sich meist als Trickdiebe entpuppen. Wer spenden möchte, kann dies bei Hilfsorganisationen u. ä. mit Geldüberweisungen tun. Bei Straßensammlungen muss die behördliche Genehmigung auf der Sammelliste ersichtlich sein. Im Zweifel sollte von einer Spende Abstand genommen werden.

Quelle: PD Chemnitz






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