Vorsicht „Autobahngold“ ist Messing!

Polizei22

Ort: Teplice/Tschechische Republik

Zeit: 27.03.2014 10:37 Uhr

Auf der Reise durch die Tschechische Republik wollte ein Neustädter (72) einer Familie aus der Not helfen, die vorgab kein Benzin und auch kein Geld mehr bei sich zu haben und wurde dabei Opfer einer Gruppe von Betrügern. Der 72-Jährige fuhr auf der E 55, als er ca. 10 km vor Teplice auf den PKW Mercedes mit deutschem Kennzeichen und deren Insassen, eine Frau, ein Kind und zwei männlichen Personen, aufmerksam wurde. Der Fahrer des Mercedes fuhr sehr dicht auf das Fahrzeug des 72-Jährigen auf und gab Lichthupe. Später überholte er ihn, hielt rechts auf dem Seitenstreifen an und bewegte damit den Neustädter ebenfalls anzuhalten. Diesem äußerte er nun gegenüber, dass er kein Benzin, kein Geld und auch keine „Bankomatkarte“ mehr habe und für 100 Euro zwei Goldringe hergeben würde. Nachdem er 50 Euro bekommen hatte, äußerte er, dass er noch mehr Geld benötigte und er wisse, wo es in Teplice einen Bankomaten gäbe. Der 72-Jährige folgte und hob einen größeren Bargeldbetrag ab. Diesen überreichte er dem „Hilfebedürftigen“ und erhielt im Gegenzug mehrere Ketten und Ringe. Dreister Weise wurde nun die Forderung nach noch mehr Bargeld laut, doch da das Limit zum Abheben erreicht war, ließen sie ab und fuhren mit der Äußerung, dass der Schmuck sehr viel mehr Wert wäre, davon. Als der Neustädter wieder in Deutschland war, ließ er den Schmuck durch einen Juwelier schätzen, der ihm nur die enttäuschende Mitteilung machen konnte, dass es sich bei dem Gold um Messing handle. Unverzüglich erstattete der 72-Jährige Anzeige wegen Betrugs und beschrieb die beiden Männer folgendermaßen:
1. Täter: ca. 165 bis 170 cm groß, ca. 45 Jahre alt, von kräftiger Gestalt, dunkle, schütterne Haare, 5-Tage Bart, südländisches Aussehen.
2. Täter: ca. 170 cm groß, ca. 35 bis 40 Jahre alt, von kräftiger Gestalt, die vordersten oberen Zähne sowie der rechts daneben liegende Zahn aus Gold gefertigt.
Die Polizei nimmt das Geschehen zum Anlass darauf hinzuweisen, dass Tätergruppierungen sich überwiegend auch in Sachsen an Autobahnkreuzen und Autobahnausfahrten als in Not geraten ausgeben und für Bargeld im Gegenzug falsches Gold anbieten. Lassen Sie sich nicht auf derartige Geschäfte ein und informieren sie umgehend die Polizei, sollte ihnen eine derartige „Notsituation“ auffallen. (MB)



Quelle: PD Leipzig

 

 






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