Keine Punkte am grünen Tisch für Volleys

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Die Hoffnung auf zwei zusätzliche Punkte im Kampf um die Medaillenplätze hat sich für die Zweitliga-Volleyballerinnen des Chemnitzer Polizeisportvereins zerschlagen. Die Spruchkammer des Deutschen Volleyball Verbandes lehnte den Protest der Volleys nach einem viertel Jahr Bearbeitungszeit als unbegründet ab. Für das Management, den Trainerstab und auch die Spielerinnen eine höchst fragwürdige Entscheidung.

Grund für den Chemnitzer Protest gegen die Spielwertung war ein nicht genehmigter Wechsel auf Seiten der CPSV-Damen in der Begegnung gegen die TG Bad Soden. „Die betreffende Spielerin stand angeblich nicht im Computersystem. Ein paar Spielzüge später stand sie dann auf einmal doch drin“, erinnert sich Trainer Niklas Peisl an die Situation. „Das allein ist schon mehr als fragwürdig. Aber warum das Schiedsgericht dann nicht den Punktestand bis zur Fehlentscheidung zurückgedreht hat und die Punkte neu ausspielen lassen hat, entzieht sich meinem Verständnis komplett.“ Darüber hinaus wurde den Chemnitzerinnen auch noch ohne ersichtlichen Grund ein Punkt abgezogen – ohne Begründung.

„Das alles zeugt nicht von Professionalität. Und genau die fordert die Deutsche Volleyball Liga von den Mannschaften. Umso verwunderlicher ist es, dass sich die Liga und der Verband so lang Zeit für die Bearbeitung des Protestes gelassen hat, den sie am Ende als unbegründet zurückgewiesen hat. Unserer Meinung nach trägt diese Doppelmoral nicht unbedingt zur Professionalisierung der Liga bei“, ärgert sich Mannschaftsleiter Stefan Baldauf über die Situation.

„Wir sind gewiss keine schlechten Verlierer. Es geht schlicht um Objektivität bei der Beurteilung der Sachlage. Die Aussage, der nicht genehmigte Spielerwechsel sei nicht spielentscheidend gewesen, muss ich vehement zurückweisen und als schlicht weg falsch abstempeln. Jede taktische Handlung des Trainerstabes trägt zur aktiven Veränderung des Spieles bei. Sei es in ausweglosen Situationen oder auch um Ressourcen zu schonen“, so der Manager.

Als reine Farce bezeichnet das Management zudem die Tatsache, dass sich der Vorsitzende der Spruchkammer bereits vor der eigentlichen Urteilsfindung schriftlich bei den CPSV Volleys meldete und mitteilte, dass er seinen Kollegen der Spruchkammer die Ablehnung des Protestes nahelegen werde. „Wir wurden gefragt, ob wir unseren Protest deshalb gern zurückziehen möchten, um die Bearbeitungsgebühr zu sparen“, sagt Manager Baldauf kopfschüttelnd. „Weder Bad Soden noch wir wurden zu einem Gespräch geladen, um unseren Standpunkt klar zu machen. Der ganze Prozess hat für mich absolut nichts mit Professionalität zu tun“, so Baldauf abschließend.

Zwar könnte der CPSV gegen das Urteil ein weiteres Mal Protest einreichen, doch das ist mit Blick auf die verbundenen Kosten ausgeschlossen. „Wir nehmen die Entscheidung jetzt, wenn auch widerwillig, an. Im Rückspiel am 12. April revanchieren wir uns dann hoffentlich einfach mit einem Sieg“, gibt Trainer Niklas Peisl die Richtung für das letzte Heimspiel der Saison vor.

Quelle: CPSCV Volleys



Die Spiele der CPSV Volleys Chemnitz bis zum Saisonende

21.03.2014, 19:00 Uhr: VC Olympia Dresden – CPSV Volleys Chemnitz

22.03.2014, 19:30 Uhr: NawaRo Straubing – CPSV Volleys Chemnitz

05.04.2014, 19:00 Uhr: SV Lohhof – CPSV Volleys Chemnitz

12.04.2014, 19:30 Uhr: CPSV Volleys Chemnitz – TG Bad Soden

 






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