Chemnitz OT Ebersdorf – Zur richtigen Zeit am richtigen Ort/Drei Tatverdächtige filmreif gestellt

Polizei03

(Ki) Eine „Tatort“ – Szene hätte nicht spannender sein können als das drei Minuten dauernde Szenario am gestrigen Mittwochmittag auf der Frankenberger Straße:
Ein zufällig herannahendes Polizeiauto wird von einem Mann (32) gestoppt. Täter rennen weg. Der Fahrer (32) des Polizeiautos wendet sofort den Wagen und fährt den Flüchtenden hinterher. Die im Auto befindlichen Polizisten springen aus dem Auto, der Beifahrer (56),  Polizeidirektor und Leiter des Polizeireviers Chemnitz-Nordost, ruft den drei vermeintlichen Dieben auf Russisch zu, stehenzubleiben und die Hände hochzunehmen. Dann greift er sie und stellt sie an eine Mauer, durchsucht sie und übergibt sie den inzwischen eingetroffenen Kollegen der Bereitschaftspolizei.
Nüchtern liest sich die Aktion so:
Am gestrigen Mittwoch, um 12.46 Uhr, wählte ein Speditionsmitarbeiter (32) die „110“. Kurz vorher war er mit einem Kollegen in der Herweghstraße dabei, einen Kunden zu beliefern. Die Ladefläche des Mercedes-Lkw blieb offen, die Türen des Führerhauses waren zu, aber nicht abgeschlossen. Als die beiden Mitarbeiter zurück zum Fahrzeug kamen, sahen sie einen Mann an der Ladefläche stehen. Dieser ging in Richtung Frankenberger Straße weg, als er gesehen wurde. Als der 32-jährige Speditionsmann die Ladefläche schließen wollte, hörte er, wie die Beifahrertür geöffnet wurde. Als er nachsah, stand da ein Unbekannter mit einem Handy in der Hand. Es war das Handy des Lkw-Mannes. Als der Ertappte das mitbekam, warf er das Handy ins Führerhaus und rannte los, gefolgt von dem fast Bestohlenen. Bei der Verfolgung nahm Letzterer noch zwei Männer war, offensichtlich Komplizen des gescheiterten Handy-Diebes. Während der Verfolgung rief der 32-Jährige die Polizei. Wenige Augenblicke später kreuzte zufällig ein Polizeiauto den Weg, das hielt der Lkw-Mann an und schilderte was passiert war. Daraufhin wendete der Streifenwagen. Die Polizisten (Polizeikommissar und Polizeioberkommissar, beide 32; Polizeidirektor und Leiter des Polizeireviers Chemnitz-Nordost, 56) konnten ca. 150 m stadteinwärts drei der insgesamt vier Tatverdächtigen stellen und vorläufig festnehmen.
Bei den Gestellten (18, 19, 32) handelt es sich offenbar um die „Schmiere“ stehenden Komplizen des verhinderten Handy-Diebes.
Nach den polizeilichen Maßnahmen im Polizeirevier wurden die drei auf freien Fuß gesetzt.
Die Ermittlungen zum 4. Mann – ca. 40 Jahre, 1,80 m groß und sportliche Figur, kreisförmiger Haarkranz mit seitlich dunklen Haaren, Jeanskleidung und Brille mit dickem schwarzen Rahmen – laufen.
Aufgrund des filmreifen Polizeieinsatzes und durch „Schaulustige“ kam es gegen 13 Uhr auf der Frankenberger Straße, kurz vor dem Abzweig Max-Saupe-Straße stadteinwärts, zu Verkehrsbehinderungen.

OT Markersdorf – „Hurra, Sie haben gewonnen!“/Betrüger wollten Seniorin abzocken/Polizei rät zur Vorsicht bei Gewinnversprechen am Telefon

(Ki) Den Fall eines versuchten Betruges an einer Seniorin (64) veranlasst die Polizei zu dem Rat, Vorsicht walten zu lassen bei Anrufern, die Geld wollen.
Am Mittwochvormittag erhielt eine 64-Jährige auf dem Festnetzanschluss einen Anruf. Dabei wurde sie von einer Frau zum Gewinn von 49.000 Euro beglückwünscht. Das Geld werde ihr noch an diesem Tag übergeben. Dafür würden sie ein Notar und zwei Sicherheitsmänner mit einem Koffer besuchen. Allerdings müsse die Gewinnerin eine Gebühr über 800 Euro an die Männer aushändigen.
Etwa 1 ½ Stunden später meldete sich eine andere Frauenstimme per Telefon und erklärte der 64-Jährigen die Auszahlungsmodalitäten. Demnach sollte sie als Erstes niemandem vom Gewinn erzählen. Dann verriet die Anruferin der „glücklichen“ Gewinnerin den Code für das Öffnen des Kofferschlosses. Für die Lieferung des Koffers sollte die Seniorin 800 Euro in Form von Paysafe-Gutscheinen zahlen. Deren Nummern solle sie bis 16 Uhr an eine bestimmte, von der Anruferin genannte Telefonnummer durchgeben. Damit die Seniorin gleich mehrere der bei Tank- und Poststellen oder Geschäften erhältlichen Gutscheine bekomme, solle sie sagen, dass sie Enkelkinder habe und die Gutscheine für deren Geburtstag benötige.
Die Seniorin handelte richtig: Anstatt die Gutscheine zu kaufen und die Mitteilerin anzurufen, rief sie die Polizei an und erstattete Anzeige.
Die Polizei rät:
– Seien Sie vorsichtig bei Gewinnversprechen am Telefon!
– Gehen Sie auf keine Geldforderungen am Telefon ein – gleich, ob Ihnen ein Gewinn avisiert wird oder ein vermeintliches Familienmitglied dringend Geld benötigt! Ein seriöses Unternehmen wird die Gewinnauszahlung niemals an finanzielle Bedingungen knüpfen!
– Notieren Sie nach Möglichkeit die Nummer des Anrufers!
– Nennen Sie keine Daten wie Bankverbindung oder Adresse!
– Beraten Sie sich mit einer Vertrauensperson, informieren Sie am besten sofort die Polizei!
Mehr Tipps zur Prävention erhalten Sie unter www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/gewinnversprechen



Quelle: PD Chemnitz

 

 






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