Zahlreiche Veranstaltungen am Chemnitzer Friedenstag

Polizei19

Chemnitz

Zahlreiche Veranstaltungen am Chemnitzer Friedenstag

 

Im Rahmen des Chemnitzer Friedenstages fanden am Mittwoch, dem 5. März 2014, vom Nachmittag bis in die späten Abendstunden zahlreiche Veranstaltungen aus Anlass des 69. Jahrestages der Bombardierung von Chemnitz statt.

Zum Schutz des friedlichen und störungsfreien Verlaufs aller bei der Versammlungsbehörde der Stadt Chemnitz angemeldeten Versammlungen führte die Polizeidirektion Chemnitz einen Einsatz durch. Unterstützt wurde die Polizeidirektion von Einheiten der sächsischen und thüringischen Bereitschaftspolizei, der Bundespolizei sowie anderer Polizeidienststellen des Freistaates Sachsen. Insgesamt waren ca. 1 300 Beamte im Einsatz.

Vorläufiges Fazit (Stand: 22 Uhr)

Das auf strikte Deeskalation angelegte Einsatzkonzept der Polizei ist aufgegangen. Alle Versammlungen verliefen weitgehend friedlich.

Zur zentralen Veranstaltung des Friedenstages auf dem Chemnitzer Neumarkt versammelten sich ca. 1 200 Chemnitzer. An den anderen Veranstaltungen des Chemnitzer Friedenstages nahmen insgesamt weitere rund 2 000 Menschen teil.



Der  Aufzug der IG Chemnitz mit rund 250 Teilnehmern führte vom Goetheplatz bis zur Lützowstraße und von dort wieder zum Goetheplatz. Entlang der Aufzugstrecke gewährleisteten die Einsatzkräfte den Protest auf Hör-und Sichtweite. Das Trennungsgebot wurde konsequent umgesetzt und so ein direktes Aufeinandertreffen und mögliche Auseinandersetzungen verhindert. Störversuche blieben dennoch nicht aus.

Die Versammlungslage entwickelte in den Abendstunden durch verschiedene Aktionen von Demonstranten, u.a. mehrere Sitzblockaden mit 600 bis 700 Teilnehmern im Bereich der Lützowstraße, eine Eigendynamik. Versammlungsbehörde und Polizei reagierten darauf flexibel, auch im Zusammenwirken mit den Veranstaltern, und trafen zur Umsetzung des Deeskalationskonzeptes sowie des weiteren friedlichen Verlaufs des Tages die Entscheidung, den Ablauf einzelner Versammlungen zu ändern.

Bis 22 Uhr wurden 22 Anzeigen, u.a. wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, das Waffengesetz, wegen Beleidigung sowie wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte aufgenommen. Eine Anzeige wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung wurde von Versammlungsteilnehmern erstattet, weil sie von rechten Demonstranten angegriffen worden seien. Näheres hierzu liegt noch nicht vor.

Bereits am Morgen hatten Polizeibeamte festgestellt, dass Unbekannte das Mahnmal für die Opfer der Bombardierung auf dem Städtischen Friedhof mit einem roten Farbbeutel beworfen haben. Die Polizei hat Anzeige wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung aufgenommen.

Durch das Verkehrskonzept der überwiegend operativen Straßensperrungen an den Strecken der Sternmärsche und anderen angemeldeten Aufzüge konnten Behinderungen des Fahrverkehrs zwar nicht völlig vermieden, aber auf das unbedingt notwendige Maß reduziert werden. Besonders in den Stadtteilen Kapellenberg und Kappel kam es ab dem späten Nachmittag zu längeren Sperrungen. Positiv wirkte sich aus, dass die Brückenstraße, Straße der Nationen, Theaterstraße und Mühlenstraße von dauerhaften Sperrungen nicht betroffen waren.
Gegen wurden alle verkehrseinschränkenden Maßnahmen aufgehoben.

Über das bei der Polizeidirektion Chemnitz geschaltete Infotelefon suchten die Bürger während des gesamten Tages vor allem zur Verkehrsführung Rat.

 Quelle: PD Chemnitz

 






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