LTE vor Gericht – Verbraucherzentrale Sachsen: Klage gegen LTE-Internet-Tarife von Vodafone

Verbraucherzentrale

Am 1. März 2014 hat die Verbraucherzentrale Sachsen Klage gegen Vodafone wegen der von dem Unternehmen angebotenen LTE-Tarife „LTE Zuhause“ am Landgericht in Düsseldorf eingereicht. Der Düsseldorfer Mobilfunkanbieter bewirbt seine LTE Zuhause-Tarife explizit als vollwertigen Ersatz zum Festnetz. Tatsächlich jedoch wird die Surfgeschwindigkeit nach Verbrauch eines bestimmten Surfvolumens gedrosselt, neues Volumen muss häppchenweise teuer hinzugekauft werden. „Dies entspricht ganz und gar nicht den Erwartungen eines Verbrauchers, der sich auf ein LTE-Zuhause-Angebot deshalb einlässt, weil die Werbung Internet gleich einem DSL-Anschluss verspricht“, so Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen. Weiterhin macht die Verbraucherzentrale Sachsen in der Klage die geringe Höhe der gedrosselten Upload-Geschwindigkeit von 384 kbit/s zum Gegenstand. „Aus unserer Sicht gefährdet eine derartig niedrige Surfgeschwindigkeit die Nutzung der vertraglichen Leistung, also den Vertragszweck“, so Henschler weiter.

Anbieter von LTE-Internetanschlüssen rühmen sich, so genannte weiße Flecken, also Landstriche ohne kabelgebundenes Breitbandinternet, nunmehr mit schnellem Internet versorgt zu haben. „Mit der Klage wollen wir erreichen, dass die Richter über die notwendigen Leistungen eines LTE-Angebotes urteilen, das Festnetzbedingungen verspricht“, erläutert Henschler.

Die Verbraucherzentrale Sachsen hofft, dass die Düsseldorfer Richter ein zügiges Verfahren durchführen, an dessen Ende eine Entscheidung im Sinne aller LTE nutzenden Verbraucher steht.



Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

 






%d Bloggern gefällt das: