Fit nach dem Fasching Sport und eine gesunde natürlich Ernährung sorgen für die richtige Mischung

Verbraucherzentrale

Die tollen Tage sind vorbei und nicht nur Faschingsliebhaber möchten überschüssige Pfunde wieder loswerden. Neben Joggen, Radfahren oder Schwimmen nutzen dazu viele Freizeitsportler den Gang ins Fitnessstudio. „Verbraucher sollten nicht gleich das erstbeste Studio anpeilen, sondern in Ruhe auswählen, die Bedingungen für eine Aufnahme durcharbeiten und sich im Zweifel beraten lassen“, rät Marion Schmidt von der Verbraucherzentrale Sachsen.

 

 

 

Die Verbraucherzentrale Sachsen bietet Verbrauchern an, die Bedingungen ihres Fitnessstudios im Rahmen einer rechtlichen Beratung zu überprüfen. „Viele Klauseln in Fitnessverträgen sind unwirksam“, informiert Schmidt. So darf beispielsweise die Erstlaufzeit eines Vertrages nicht länger als zwei Jahre betragen. Auch ein genereller Haftungsausschluss in Fitnessstudios ist nicht möglich. Wenn Trainingsgeräte nicht richtig gewartet werden und sich jemand verletzt, muss das Studio auf jeden Fall haften. Ein Verbot des Mitbringens eigener Getränke ist unwirksam, wenn das Fitness-Studio nur teure Fitmacher oder sonstige Getränke anbietet. Verkauft das Fitness-Studio aber die Getränke zu moderaten, also handelsüblichen Preisen, wäre ein Verbot nach der Rechtsprechung nicht zu beanstanden.

 

 

 

Spezielle Sportlerlebensmittel benötigt der durchschnittliche Fitnessstudiobesucher ebenso wenig wie alle anderen Freizeitsportler. Die Hersteller sehen das ein wenig anders und versprechen eine bestmögliche Versorgung mit allen relevanten Nährstoffen. Diese verpacken sie in Riegel, Getränke, Pulver, Pillen und Gele. Auf den Verpackungen werben sie mit Superlativen wie „ideale Mischung“, „perfect Wehy“, „Ultra Loss“ oder „optimal für das Fitnesstraining“.

 

 

 



Dem menschlichen Körper ist es jedoch vollkommen gleichgültig, wie Lebensmittel beworben werden. Er benötigt Nährstoffe im richtigen Verhältnis. „Die Nährstoffverhältnisse von Sportlerlebensmitteln und vergleichbaren herkömmlichen Lebensmitteln sind im Wesentlichen gleich und für die Auswahl nicht relevant“, erläutert Jens Luther von der Verbraucherzentrale Sachsen. Zudem ist für eine sportgerechte und gesundheitsförderliche Lebensmittelauswahl das Verhältnis aller gegessenen Lebensmittel zueinander entscheidend.

 

 

 

Sportlerlebensmittel werden dennoch gekauft und gegessen, weil sie dem Sportler das Gefühl vermitteln, nur so optimal leistungsfähig zu sein. „Die Wissenschaft spricht hier von dem bekannten „Placebo-Effekt“, denn bisher gelang nur bei sehr wenigen Zutaten der sehr wahrscheinliche Nachweis einer leistungsfördernden Wirkung“, erläutert Jens Luther. Würden die Sportlerlebensmittel die Leistungsfähigkeit der Konsumenten entscheidend verbessern, entspräche dies der Funktion von Dopingmitteln, was sowohl den Geist des Sportes widerspräche als auch sehr wahrscheinlich schlecht für die Gesundheit wäre.

 

 

 

Neben der rechtlichen Überprüfung von Fitnessverträgen kann die Verbraucherzentrale Sachsen auch Auskunft zu Sportlerlebensmitteln geben. Am Zentralen Termintelefon können Verbraucher montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 0341-6962929 einen Termin vereinbaren.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen

 






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