Derbysieg bringt 6. Heimsieg in Folge

Eispiraten Crimmitschau

Eispiraten Crimmitschau

Saisonaus für Eispiraten-Stürmer Philipp Gunkel

Die Eispiraten Crimmitschau bleiben vor eigenem Publikum auch im 6. Spiel in Folge weiter ungeschlagen. Trotz einer komfortablen 3 zu 0 Führung zur Mitte des Sachsenderbys gegen Dresden, konnten die Gäste aus der sächsischen Landeshauptstadt die Partie noch in regulärer Spielzeit ausgleichen. Das entscheidende Tor für die Eispiraten fiel in der 2. Minute der Verlängerung. Harrison Reed überwindet mit einem satten Schuss den Dresdner Keeper und stellt durch seinen Treffer den Sieg und damit den 2. Zusatzpunkt für die Hausherren sicher. Damit unterstrichen die Westsachsen ihre Heimstärke der letzten Wochen, in denen sie in nunmehr 8 der letzten 10 Heimspiele das Eis im Sahnpark als Sieger verließen.

Das mit Spannung erwartete Derby hielt von der ersten Minute an alle Erwartungen. Beide Mannschaften schenkten sich weder Raum noch Zeit, um den Puck lange am Schläger des Scheibenführenden zu behalten. Die Eispiraten starteten engagiert und mit der entscheidenden Entschlossenheit in Führung zu gehen. Dies gelingt den Hausherren bereits in der 4. Spielminute, als Max Campbell den Puck im Powerplay in die Maschen des Dresdner Tores hebt. Trotz der frühen Führung mussten die Eispiraten wenig später eine bittere Pille verkraften. Stürmer Philipp Gunkel kracht nach einem schnellen Angriff, bei der er von einem Gegenspieler gecheckt wurde, mit dem Körper in die Bande und bleibt schmerzverzerrt auf dem Eis liegen. Kurze Zeit später erhielt der Angreifer einen weiteren Check und musste wenig später in die Kabine gebracht werden, von wo er nicht mehr auf das Spielfeld zurückkehrte. Die Diagnose des Arztes lautet Sprengung des Schulter-Eckgelenkes mit notwendiger Operation bereits am kommenden Montag, was für ihn gleichzeitig das Saisonaus bedeute. Trotz der notwendigen Umstellung nach dem Ausfall von Gunkel sind es die Eispiraten, die durch Scott Pitt in der 8. Minute auf 2 zu 0 davonziehen können. Der Kanadier steht nach einem Weitschuss von T.J. Fast rechts am Pfosten, wo ihm der Puck aus der Bande vor den Schläger springt und er den Hartgummi blitzschnell um den Pfosten herum ins Tor legt. In der Folge erspielten sich beide Teams noch einige Chancen, die aber ohne Torerfolg verstrichen.

Das Mitteldrittel wurde ebenfalls von einer harten Spielweise der Gäste geprägt. Teilweise konzentrierten sich die Dresdner mehr auf den gegnerischen Mann, als den Puck spielen zu wollen. Eine beispielhafte Szene sollte zu Mitte der Partie folgen. Zunächst sind es aber die Eispiraten-Fans, die nochmals jubeln dürfen. Harrison Reed zirkelt in der 25. Minute den Puck aus halblinker Position ins Tor. Sein verdeckter Schuss schlägt genau im Eck von Pfosten und Querlatte unhaltbar ein. In der Folge stand Reed ganz oben auf dem Radar der Dresdner Spieler, die offenbar nur nach einer Möglichkeit suchten, den Angreifer der Eispiraten aus dem Spiel zu nehmen. Eislöwen Stürmer Hugo Boisvert schlägt Reed den Stock von hinten vorsätzlich in die Wade, was vom Linienrichter glücklicherweise beobachtet wurde. Die 5 Minuten + Spieldauer-Disziplinarstrafe wegen Stockschlag war nicht nur gerechtfertigt, sondern mehr als angebracht für diese grob unsportliche Aktion, auch wenn diese nach längeren Diskussionen an Petr Macholda ausgesprochen wurde. Die Überzahl konnten die Eispiraten trotz teilweise hochkarätigen Möglichkeiten nicht nutzen und so sind es die Dresdner, die kurz vor der Pause den Spielstand deutlich verkürzen können. Mit 2 Toren in nur 66 Sekunden schlagen die Gäste gleich doppelt zu.

Im Schlussabschnitt sind es erneut die Eislöwen, die mit großem Kampf den Ausgleich erzielen können. Die Eispiraten versuchen teilweise zu leichtsinnig den Puck aus der eigenen Zone zu spielen, was meist nicht gelang. Nach dem Treffer zum 3 zu 3 Ausgleich in der 47. Spielminute rief Eispiraten Trainer Fabian Dahlem sein Team an die Bande. Seine Auszeit wollte der Übungsleiter nutzen, um wieder Ordnung in das Spielsystem der Crimmitschauer zu bringen. Dies gelang, auch wenn die guten Torchancen die sich für die Hausherren noch ergaben, weiter ungenutzt verstrichen. So blieb es beim Unentschieden nach regulärer Spielzeit.

In der Verlängerung wird Eispiraten Stürmer Harrison Reed zum Matchwinner. Der Kanadier läuft zunächst einen gefährlichen Konter, bei dem er durch einen Stockschlag regelwidrig am Torschuss gehindert wird. Im anschließenden Powerplay nutzt er eine gute Schussposition, um links vor dem Tor mit einem Hammer den Puck in die Maschen des Tores zu schießen. Sein Treffer sicherte den Eispiraten zugleich den 6. Heimsieg in Folge und den 3. Derbysieg in Overtime, den die Mannschaft zusammen mit den Fans im Sahnpark anschließend lautstark feierte.



Eispiraten Trainer Fabian Dahlem sagte nach der Partie: Hier…

Ergebnis: 4:3 n.V. (2:0,1:2,0:1,1:0)

Torschützen:
1:0 Max Campbell (Überzahl-Tor) (Scott Pitt, Harrison Reed) 3:24
2:0 Scott Pitt (Überzahl-Tor) (T. J. Fast, Max Campbell) 7:38
3:0 Harrison Reed (Martin Heider, Matthias Forster) 24:14
3:1 Carsten Gosdeck (Fedor Boiarchinov, Arturs Kruminsch) 37:54
3:2 Arturs Kruminsch (Carsten Gosdeck, Lukas Slavetinsky) 39:00
3:3 Sami Kaartinen (Hugo Boisvert) 46:12
4:3 Harrison Reed (Überzahl-Tor) (T. J. Fast, Scott Pitt) 61:42

Zuschauer: 2.744

Quelle: Eispiraten Crimmitschau






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