Verfolgungsfahrt quer durch Leipzig Schönefeld/Volkmarsdorf

VerfolgungOrt: Leipzig (Schönefeld/Volkmarsdorf)

Zeit: 22.01.2014, gegen 04:00 Uhr

Heute Morgen begann in Schönefeld eine Verfolgungsfahrt, die schadensreich und mit der Festnahme eines bereits polizeibekannten Täters endete. Es fing damit an, dass der 29-jährige Fahrer eines VW Passat gegen 01:30 Uhr durch die Polizei angehalten und kontrolliert wurde. Es zeigte sich, dass er keine gültige Fahrerlaubnis besaß, unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln fuhr und falsche Kennzeichen am Passat angebracht waren. Der Wagen wurde in der Lilienstraße abgestellt und der 29-Jährige zwecks Blutentnahme aufs Revier gebracht. Soweit so gut, dachten sich die Polizisten und kontrollierten gegen 03:45 Uhr den Abstellort in der Lilienstraße. Und siehe da: Der Passat war weg. Natürlich hätte es sein können, dass der 29-Jährige den Wagen nicht selbst weggefahren hatte, doch ist er auch bereits dafür bekannt, immer wieder mit einem Pkw zu fahren. Also begann die Suche nach dem Passat und seinem Fahrer.
Kurze Zeit später begegnete eine Polizeistreife eben jenem Passat mit dem 29-Jährigen als Fahrer in der Schmidt-Rühl-Straße. Auffällig war, dass der VW nun bereits schon wieder andere Kennzeichen trug. Die Polizisten wendeten das Fahrzeug und nahmen die Verfolgung auf. Unter Blaulicht wurde das Fahrzeug aufgefordert, stehen zu bleiben. Doch nichts dergleichen geschah. Ganz im Gegenteil, es entwickelte sich eine Verfolgungsfahrt, wobei der 29-Jährige ohne Rücksichtnahme mit überhöhter Geschwindigkeit über verschiedene Straßen und bisweilen auch über Fußwege preschte. Hierbei rammte er mehrfach fremde Fahrzeuge, die am Wegesrand standen oder sich im fließenden Verkehr befanden. Zudem mussten einzelne Fahrzeugführer einen Unfall durch waghalsige Manöver vermeiden. Der Flüchtende rammte außerdem mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei und nahm eine Verletzung der Insassen gleichgültig in Kauf. Die Fahrt endete schließlich aufgrund eines querstehenden Polizeifahrzeugs an der Kreuzung Volksgartenstraße/Löbauer Straße. Der Passat schleuderte beim Ausweichversuch gegen ein Straßenschild und kam – endlich – zum Stehen. Sofort begaben sich Polizisten zum Fahrzeug. Außer dem Fahrer befand sich noch ein Beifahrer (23) im Wagen. Aufgrund der vielfachen Rammversuche und Unfälle während der Verfolgung ließ sich die Fahrertür nicht öffnen. Der 29-Jährige gelangte durch das Fenster nach draußen, während sein Beifahrer ungehindert aus dem Wagen steigen konnte. Bei dem flüchtenden Fahrzeug handelte es sich um einen älteren, graufarbenen, tiefer gelegten VW Passat 35i. Der Flüchtende wurde im weiteren Verlauf vorläufig festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen und Geschädigten, die die Fahrt beobachtet haben oder Hinweise auf beschädigte Fahrzeuge geben können. Außerdem kam es in der Geißlerstraße in Volkmarsdorf zu einer heiklen Situation, bei der sich ein Fußgänger panisch an eine Hauswand presste, da der Passat plötzlich auf den Fußweg wechselte. Bei dem Fußgänger handelte es sich um einen Mann, der eine Brille, Mütze und einen dunklen Mantel trug. Mehr hatten die Polizisten im Dunkeln nicht erkennen können. Eben jener Mann wird nun dringend gebeten, sich bei der Polizei als Zeuge zu melden. Gesucht wird weiterhin ein Pkw-Fahrer, der in der Volksgartenstraße dem Passat durch ein Lenkmanöver ausweichen musste, um eine Kollision zu verhindern. Auch dieser Fahrer wird als Zeuge gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Die Polizisten haben eine Karte erarbeitet, auf der die Fluchtfahrt grafisch dargestellt ist. Auf dieser Karte sind die bisher bekannten Unfallstellen eingezeichnet. (Karte wird als E-Mail-Anlage über den Presseverteiler versandt.)
Zeugen wenden sich bitte an die Verkehrspolizeiinspektion in der Schongauerstraße 13 in 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255-2847. (KG)



Quelle: PD Leipzig

 

 






%d Bloggern gefällt das: