Die Top fünf Ernährungstrends 2014 – Wie essen wir morgen?

Apfel Wie essen wir morgen? Die Top fünf Ernährungstrends 2014

 

Berlin (ots) – Unsere Gesellschaft unterliegt einem ständigen Wandel und Veränderungsprozess. Diese schaffen nicht nur neue Lebensumstände und -stile, sondern bringen auch neue Essgewohnheiten hervor. Megatrends, wie beispielsweise die Mobilität oder die Individualisierung der Lebensstile nehmen auch einen deutlichen Einfluss auf unsere alltäglichen Ess- und Trinkgewohnheiten.

 

Pünktlich zum Start in das neue Jahr rückt das Thema Ernährung wieder in den Fokus vieler Menschen. Der Frage, wohin die Reise im Jahr 2014 geht und welche Ernährungstrends sich durchsetzen werden, ist das gesundheitsorientierte Online-Coaching-Unternehmen xx-well.com nachgegangen. Dafür analysierten die Ernährungsexperten von xx-well.com die von führenden Trendagenturen ermittelten Ernährungstrends. Ergänzt wurden die Ergebnisse um Erfahrungen, die das Online-Coaching-Unternehmen bei Ernährungscoachings mit rund

40.000 Teilnehmern sammelte. So entwickelt xx-well.com ein sicheres Gespür für Strömungen und Richtungen im Ernährungsverhalten. Für das Jahr 2014 definieren die xx-well.com-Experten fünf große Trends:

 

Trend 1: Die „Mobile Eater“ – weg vom Fast Food, hin zum Chilled Food

 

Der „Mobile Eater“ hat weniger Zeit zum Einkaufen, Kochen und Essen. Feste Alltagsstrukturen schwinden und damit für ihn auch feste Tischzeiten und Essensrituale. Das Ergebnis: Die Deutschen, vor allem die unter 30-Jährigen und Berufstätige, essen immer seltener zu festen Tageszeiten. Stattdessen essen sie dann, wenn ihr straffer Zeitplan es zulässt. Dabei greifen sie häufig zu einem kleinen Snack, anstatt eine vollwertige Mahlzeit zu sich zu nehmen.

Überraschenderweise sind die „Mobile Eater“ dennoch nicht unzufrieden. Vielmehr gefällt ihnen ihr flexibler Lebensstil, an den sie auch ihre Nahrungsaufnahme anpassen. Und dennoch: Trotz Zeitmangels besteht in dieser Gruppe ein wachsendes Interesse daran, sich auch außer Haus ausgewogen zu ernähren, mit „Chilled Food“. Das sind bequeme, schnelle und ausgewogene Snacks, wie fertige Salate, geschnittenes Obst, vorgegartes Gemüse oder Quiches aus dem Supermarkt. Sie sind die neuen To-Go-Mahlzeiten, die Pommes, Döner und Co. ablösen.

 

Trend 2: Die „Subsistenz-Kreativität“ – ausgewogene Ernährung darf nicht teuer sein

 

Der Wunsch nach ausgewogener Ernährung beschert exquisiten Lebensmitteln, speziellen Geschmackserlebnissen, Bio- und Feinschmeckerprodukten Hochkonjunktur, längst sind diese überall erhältlich. Aber sie haben auch einen hohen Preis. Deshalb rückt für viele die Frage in den Fokus: Wie kann ich mich im Alltag gesund und ausgewogen ernähren, zu einem angemessenen Preis? Rat geben neue Kochbücher und Kurse. Sie vermitteln, wie die kreative, ausgewogene Küche ohne viel Geld gelingt. So entsteht ein neuer Trend: die so genannte „Subsistenz-Kreativität“ – gutes Essen für kleine Budgets.



 

Trend 3: „Back to the Roots“ – saisonal-regionale Produkte geben Orientierung im Lebensmitteldschungel

 

Omas Rezepte erleben ein Revival. Ein Grund liegt darin, dass Konsumenten verstärkt wissen wollen, was in den Lebensmitteln drin ist. Und wer sich in Supermärkten zwischen nahezu fünfzig Käse- oder Brotsorten und Lebensmitteln aus aller Welt entscheiden muss, wünscht sich Informationen und Orientierung. So entsteht ein Trend hin zum Authentischen und Heimatlichen, der eng verbunden ist mit dem Bio-Trend. Denn angesichts einer noch nie da gewesenen Vielfalt bietet die heimische Region dem Verbraucher einen hilfreichen Orientierungsanker. Im Zuge dessen werden schon seit einiger Zeit vermehrt  traditionelle und regionale Gerichte nachgefragt. Neu hinzu kommt jetzt, dass sich die Konsumenten noch mehr für die Zusammensetzung, Zutaten und Inhaltsstoffe interessieren. Sie wollen eine individuellere Beratung, gehen mehr ins Detail und fragen interessierter nach.

 

Trend 4: „Ernährung als Medizin“ – Essen soll nicht nur satt machen

 

Vor dem Hintergrund von Lebensmittel-Skandalen entwickeln Konsumenten eine wachsende Sensibilität für den eigenen Körper und ein stärkeres Gesundheitsbewusstsein. Auch die eigene Leistungsfähigkeit und Gesundheit werden in einer immer stärker alternden Gesellschaft zu zentralen Werten, garantieren diese doch die Anschlussfähigkeit an die Anforderungen des komplexen Alltags.

Und mit der weitgehenden industriellen Verarbeitung von Lebensmitteln steigt auch die Zahl der Zusatzstoffe im Essen. Aus diesen Gründen suchen Konsumenten detailliert nach Informationen über die Nährstoffzusammensetzung von  Lebensmitteln und Gerichten. Und sie möchten wissen, welche Auswirkungen die Nährstoffe auf ihren Körper haben. Naturheilkundliche Aspekte der Ernährung oder „Ernährung als Medizin“ rücken so verstärkt ins Zentrum ihres Interesses.

 

Trend 5: „Von der Ernährungsform zum Lifestyle“ – Ernährungsstile werden zur Lebenseinstellung

 

Flexitarier, Vegetarier, Veganer, Frutarier: Der Umgang mit Ernährung und Ernährungswissen spaltet die Gesellschaft zunehmend in zwei Lager, die Nicht-Interessierten und die nahezu Über-Interessierten. Der eigene Körper wird entweder zum Mittelpunkt der Welt – oder eben gerade nicht. Der Lebensmittelmarkt für spezielle Ernährungsstile boomt. Flexitarier, die wenig und nur ausgewählte Fleisch- und Fischprodukte essen, können auf eine immer breitere Palette aus tierischen Produkten in Bio-Qualität zurückgreifen. Für Veganer entstehen ganze Supermarktketten. Auch extreme Ernährungsformen nehmen zu, dazu gehören zum Beispiel die „Frutarier“ oder die „Rohköstler“. Wer sich für welchen Ernährungsstil entscheidet, hat viele Gründe. Neben Lebensmittelunverträglichkeiten oder dem Wunsch, einfach gesünder zu leben, spielen für viele Menschen auch ethische und wirtschaftliche Aspekte eine Rolle. Neben dem Verzicht auf tierische Nahrungsmittel lehnen einige zudem sämtliche tierische Kleidungsstücke und sonstige Produkte mit tierischen Anteilen ab, etwa auch bestimmte Medikamente.






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