CPSV Volleys holen Punkt in Bad Soden

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Zum Jahresabschluss brachten die Chemnitzer Volleys aus dem hessischen Bad Soden am Sonntagabend einen Punkt mit nach Hause. Sie verloren ein zerfahrenes Spiel im Tiebreak nach fast zwei Stunden Spielzeit und überwintern auf Tabellenplatz vier.

Im ersten Satz wurden die Gäste aus Sachsen förmlich überrannt. Mit guten Aufschlägen setzte Bad Soden die Annahme unter Druck. Zudem produzierte Chemnitz, gedanklich noch im Bus sitzend, Fehler am laufenden Band. So machte unter anderem die schlechte Blockarbeit den Abwehrspielerinnen das Leben schwer. Mit 18:25 ging der erste Durchgang deutlich an die Hessinnen.

Im zweiten Spielabschnitt zeigten die Volleys ihren Kampfgeist. Mit stabiler Annahme, guter Abwehr und kaum Eigenfehlern erspielten sie sich den Satzausgleich (25:18).

Grund zur Aufregung gab es im dritten Durchgang. Nach einem völlig verpatzten Start in den Satz, liefen die Chemnitzerinnen schnell einem großen Rückstand hinterher. „Keine Spielerin brachte ihre Leistung. Zudem hatten wir massive Probleme in der Annahme“, beschreibt CPSV-Mittelblockerin Anne Herklotz das Unheil. Um wieder Ruhe in Begegnung zu bringen, wollte Trainer Niklas Peisl einen taktischen Wechsel vollziehen. Dieser wurde jedoch vom Schiedsgericht abgelehnt. „Eigentlich sollte die Einwechslung von Tina etwas Ruhe reinbringen und die Grundlage für den nächsten Satz schaffen. Das Schiedsgericht meinte aber, dass sie gar nicht auf dem Spielprotokoll stehe. Komischerweise stand sie dann drei Punkte später doch drauf und durfte mitspielen. Den geplanten Effekt hat das Gezeter aber nicht gebracht“, meint Volleys-Coach Peisl. Im Gegenteil – das völlig zerfahrene Spiel wurde noch mit einer gelben Karte wegen Spielverzögerung abgeschmeckt. Später wurde diese Karte jedoch wieder zurückgenommen. Der dritte Satz ging mit 13:25 an die Gastgeberinnen.

Auch in den vierten Spielabschnitt starteten die Hausherrinnen besser. Schnell führten sie mit 4:1 und zwangen Chemnitz zur ersten Auszeit. „Wir sollten uns wieder auf uns konzentrieren und nicht schon wieder einem Rückstand hinterherlaufen“, erinnert sich Herklotz an die Ansprache ihres Trainers. Beim Stand von 8:3 für die Gastgeber kam Catharina Sahlmann zum Aufschlag und verließ diesen erst wieder beim 8:8-Ausgleich – Auszeit Bad Soden. „Nach der Auszeit bemerkte das Schiedsgericht eine Diskrepanz zwischen Schreiber und Anzeigetafel. Am Ende wurde uns auch noch ein Punkt geklaut“, war Anne Herklotz sauer. Nach langem Hin und Her, starken Abwehr- und Angriffsaktionen, kämpften sich die Chemnitzer Volleys mit 25:22 in den Tiebreak, welcher nach ausgeglichenem Spiel letztlich knapp mit 13:15 verloren wurde.

„Es war insgesamt ein sehr zerfahrenes Spiel. Nicht zuletzt auch wegen der vielen Unterbrechungen die uns zur Last gelegt wurden obwohl wir gar nichts dafür konnten“, meinte Herklotz. Das Spielprotokoll wurde am Ende nur unter Protest unterzeichnet.



„Abgesehen von den ganzen Querelen, war das Spiel ab dem vierten Satz dann endlich einer zweiten Liga würdig. Eevi, die aufgrund einer Verletzung von Pia durchspielen musste, hat einen guten Job gemacht“, lobte Peisl die Spielmacherin aus Finnland.

Trotz der Niederlage klettern die Chemnitzer Schmetterlinge in der Tabelle von Rang sechs auf vier und bleiben an der Tabellenspitze dran. Nach einer kurzen Weihnachtspause geht es für die Volleys am 11. Januar 2014 mit einem Auswärtsspiel gegen Offenburg weiter.

Für Chemnitz spielten: Aischmann, Franke, Herklotz, Kemter-Esser, Mandy Sohr, Monique Sohr, Lange, Espig, Sahlmann, Riester, Häyrynen

Quelle: CPSV Volleys Chemnitz

 

 






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