Betrugsserie aufgeklärt

Polizei10

Der Polizei ist es gelungen, eine Serie von mehr als 250 Betrugsfällen aufzuklären. Fünf Leipziger Tatverdächtige (m: 20, 24, 26, 26, 26 ) erbeuteten von Sommer 2012 bis Juli 2013 mit einer besonderen Betrugsmasche vorwiegend Smartphones und Tablets:
Sie schrieben unter Verwendung falscher Namen und Anschriften über ein Verkaufsportal im Internet Verkäufer solcher Geräte an und baten unüblicherweise um einen vorzeitigen Versand nach Leipzig. Um die Verkäufer zu diesem schnellen Versand zu bewegen, erfanden sie unter anderem die „Geschichte“, dass z.B. ihre Partner am übernächsten Tag Geburtstag hätten und das elektronische Gerät ein Geschenk werden solle. Außerdem schickten sie den gutgläubigen Verkäufern per E-Mail gefälschte Überweisungsbelege, die „beweisen“ sollten, dass der Kaufpreis bezahlt sei. In manchen Fällen bekamen die Geschädigten auch den gescannten Personalausweis des angeblichen Käufers per E-Mail übermittelt. Dieser war jedoch zuvor ebenfalls durch eine Betrugstat erlangt worden. Die Anbieter schickten schließlich die Geräte noch vor Eingang des Kaufpreises auf dem eigenen Konto nach Leipzig, bekamen ihr Geld jedoch nicht. Die erbeuteten Smartphones und Tablets wurden durch die Täter danach in „A&V“- Geschäften und über das Internet weiter verkauft. Den fünf Männern, die gemeinschaftlich diese Taten planten und ausführten, konnte bisher ein verursachter Schaden von mehr als 122.000 EUR nachgewiesen werden. Er dürfte jedoch tatsächlich deutlich höher liegen, da ein Teil der Geschädigten vermutlich keine Strafanzeige erstattet hat. Im April und im Juli 2013 waren nach aufwendigen und umfangreichen Ermittlungen Durchsuchungsbeschlüsse erlassen und die Wohnungen der Tatverdächtigen durchsucht worden. Dabei konnte umfangreiches Beweismaterial gesichert und Haftbefehle gegen die 5 Tatverdächtigen wegen gemeinschaftlichen, gewerbsmäßigen Betruges erlassen werden. Die Vollstreckung konnte gegen vier (m: 20, 24, 26, 26) der fünf Täter vollzogen werden. Ein 26-Jähriger hält sich derzeit noch versteckt. Auch vor dem Hintergrund der Geschenksuche für Weihnachten empfiehlt die Polizei Nutzern von Internet-Verkaufsportalen nachdrücklich, sich nicht auf den Versand der elektronischen Geräte vor Eingang des Kaufpreises auf dem  eigenen Konto einzulassen. Lassen Sie sich nicht durch angebliche Notfälle und Geburtstage drängen und warten Sie mit dem Versand unbedingt bis zum tatsächlichen Geldeingang auf Ihrem Konto. Bei Möglichkeit sollte die Ware gegen Bezahlung persönlich übergeben werden. (erstellt durch: Kommissariat 32) (MB)

Quelle: PD Leipzig



 






%d Bloggern gefällt das: