Ermittlungsgruppe Radeberg klärt 17 Brände auf

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Die Ermittlungsgruppe Radeberg der Kriminalpolizei hat nach umfangreichen Untersuchungen 17 Brände im Raum Radeberg und Großerkmannsdorf aufgeklärt. Vier Tatverdächtige im Alter von 15 und 22 Jahren sind in den Fokus der Ermittlungen gerückt. Die Jugendlichen und jungen Männer agierten im Zeitraum Juni 2011 bis Oktober 2013 offenbar unabhängig voneinander in zwei unterschiedlichen Serien und einer Einzeltat. Zu weiteren drei, bislang nicht aufgeklärten Bränden vom 20. Juli 2013 gehen die Ermittler verschiedenen Hinweisen nach und verfolgen eine heiße Spur zu den Tätern.

Polizeipräsident Conny Stiehl: „Es war eine harte Nuss, die unsere Ermittler da geknackt haben. Die Ermittlungsarbeit war sehr komplex und umfangreich. Zum Erfolg führte ein großes Stück Fleißarbeit. Ich bin mir sicher, dass wir auch zu den drei noch unaufgeklärten Bränden den Tätern bald auf die Schliche kommen werden.“

In der Nacht zu diesem 20. Juli 2013 brannten in Radeberg nahezu gleichzeitig eine Scheune, ein Holzlagerplatz sowie ein altes Industriegebäude in der Innenstadt. Nur drei Tage später fiel eine Eisdiele in der Schillerstraße den Flammen zum Opfer. Aufgrund der Häufung der Fälle bildete die Kriminalpolizeiinspektion der Polizeidirektion Görlitz zusammen mit dem Polizeirevier Kamenz die Ermittlungsgruppe Radeberg. Drei  Kriminalisten ermittelten seitdem zielgerichtet zu den Vorfällen.

Die Ermittlungsgruppe bezog neben diesen Bränden auch weitere, bis dato ungeklärte, in die Untersuchung mit ein. Während die Ursache für den Brand in der Eisdiele, ein technischer Defekt (siehe 2. Medieninformation vom 2. Oktober 2013), durch den Brandursachenermittler zeitnah festgestellt werden konnte, gestalteten sich die Untersuchungen der anderen Brände deutlich schwieriger. Die Ermittler kamen den vier Tatverdächtigen nun auf die Schliche.

Eine ganze Reihe von Brandstiftungen, versuchten Brandstiftungen und Sachbeschädigungen durch Feuer zog sich bereits von Juni 2011 bis einschließlich Februar 2013 durch Radeberg und Großerkmannsdorf. Ein 22-Jähriger aus dem örtlichen Umfeld wurde hier als Tatverdächtiger ermittelt. Ihm wird vorgeworfen, mehrmals ein Baumhaus in Großerkmannsdorf, diverse Mülltonnen, große Holzstapel in der Nähe eines Wohnhauses, Unterholz sowie ein Zirkuszelt in Radeberg angezündet zu haben. Zuletzt versuchte er, eine Gartenlaube am Radeberger Flügelweg anzustecken. Der junge Mann war in seinen Vernehmungen geständig. Jetzt wird sich die Staatsanwaltschaft intensiv mit ihm befassen.

Auch eine zweite Brandserie, die von Oktober 2012 bis Oktober 2013 im Stadtgebiet Radeberg insgesamt acht Fälle umfasste, klärten die Ermittler auf. Auch hier war es ein 22-Jähriger, der Sachschäden an Mülltonnen, einem Holzlager und einem Gebäude in einer Höhe von fast 2.000 Euro verursachte und letztlich seine Taten gestand.



Brandursachenermittler, Kriminaltechniker und nicht zuletzt ein Fährtenhund unterstützen die kontinuierliche Arbeit der Ermittlungsgruppe. So konnten Anfang Oktober 2013 auch zwei 15-Jährige gestellt werden, die im Bereich des Radeberger Bahnhofes Feuer entfacht hatten und damit den Zugverkehr gefährdeten.

Zu den drei Bränden vom 20. Juli 2013 führt die Ermittlungsgruppe ihre Arbeit weiter fort. Hierzu gibt es aktuelle Hinweise auf mögliche Täter. Diese müssen nun überprüft werden. (tk)

 Quelle: PD Görlitz

 

 






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