„Rotz am Backen…“ – Dr. Klaus Eulenberger liest im Daetz-Centrum

DaetzCentrum

Autor aus der Region stellt neuen autobiografischen Roman vor

 Der Gersdorfer Schriftsteller Dr. Klaus Eulenberger wird am 2. Advent im Lichtensteiner Daetz-Centrum aus seinem neuen Roman vorlesen. Bei dem Werk handelt es sich um auto­biografische Kindheitserinnerungen. So lang wie der Titel des Buches auch ist – „Rotz am Backen, Scheiß am Been – ach wie ist das Läähm scheen“, so kurzweilig verspricht die literarische Stunde am 8. Dezember zu werden. Beginn der Lesung ist 16 Uhr. Tickets gibt es an der Tageskasse für 3,00 Euro. Die Eintrittskarten berechtigen an diesem Tag gleichzeitig zum Besuch der aktuellen Sonderausstellung „Andere Länder, andere Krippen“. „Kombiniert werden kann der Besuch der Lesung auch mit unserer öffentlichen Führung durch die Krippenausstellung,“  so Mario Schubert vom Daetz-Centrum. „Diese Führungen werden an allen vier Adventssonntagen um jeweils 15 Uhr angeboten.“ In Verknüpfung mit der Lesung lohnt sich so ein Besuch am 8. Dezember ganz besonders.

In dem im Herbst diesen Jahres erschienen 323 Seiten starken Buch wird thematisch der zweite Weltkrieg verarbeitet, der auch vor Kindern nicht halt gemacht hat. So standen, blitzartig schnell, von jetzt auf gleich, der kleine Junge Klaus und seine Mama traurig auf der Straße, plötzlich ohne Bleibe. Das Wohnhaus, wo sie wohlbehütet leben konnten, war von Bomben zerstört worden. Einfach abscheulich und niederträchtig!

Klaus Eulenberger erzählt mit wohltuender Offenheit von wahren Begebenheiten seiner teilweise dramatischen Zeit als kleiner Junge. Seine Mama dankt Gott für die wundersame Fügung in ihrer und Klaus’ großer Not. Seine Dresdner Großfamilie findet in den Kriegswirren eine neue Heimat auf dem Lande, da Opa infolge des Todes seines Bruders ein Bauerngehöft übernehmen muss und dies ohne landwirtschaftliche Erfahrung. Auch hier hilft das Leben – die Zwangsarbeiter schließen die fachliche Lücke. Verwicklungen mit den Nazis, die eine menschenverachtende Behandlung der Kriegsgefangenen forderten, waren bei der edlen Gesinnung der Großmutter vorprogrammiert. Für Klaus war die Zeit auf diesem Landsitz extrem aufregend und jederzeit spannend. So lernt er die Kriegsgefangenen, den Franzosen Johann, Marcel, den Belgier und Nicolai und Tascha, zwei blutjunge Russen, kennen. Johann ist sein Ersatzvater, Marcel der feine Freund, die jungen Russen seine Spaßgesellschaft. Der Autor erzählt, teilweise herrlich indiskret, aus der Fülle ständig neuer, spannender Ereignisse, die häufig ernst und traurig, mitunter auch zum Schreien komisch, verlaufen – wie das Leben.



Vita Dr. Klaus Eulenberger:

  • Geboren 24.5.1939 in Chemnitz
  • 1945-1953 Grundschule
  • 1953 bis 1959 Oberschule mit Abitur und Facharbeiterausbildung zum Feinmechaniker in Freiberg/Sachsen
  • 1959 bis  1965 Studium an der  Technischen Universität Dresden, Diplom-Ingenieur
  • 1984 Erlangung des akademischen Grades Doktor – Ingenieur auf dem Gebiet der rechnerunterstützten Konstruktion
  • 1967-1989 Forschungszentrum des Werkzeugmaschinenbaus
  • 1990-2007 Bauunternehmer für Sanierung und denkmalpflegerische Leistungen in Zwickau
  • 2010 und 2011 Teilnahme am Literaturwettbewerb des Figaro MDR

Quelle: Daetz Centrum

 






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