Urteil gegen Lkw-Schleuser gefallen

Polizei01

   Pirna (ots) – Nach knapp zwei Stunden Verhandlung war am 13.

November 2013 der Prozess gegen den 34-jährigen Türken, wegen Einschleusens von Ausländern, zu Ende. Zwei Jahre Haft, zur Bewährung ausgesetzt, lautete das Urteil, welches Richter Andreas Beeskow am Amtsgericht Pirna sprach und damit dem Antrag von Staatsanwalt Stefan Muck folgte.

   Er sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte am 15. Mai diesen Jahres den Straftatbestand des Einschleusens von Ausländern in mehreren Punkten erfüllte. Beamte der  Bundespolizeiinspektion Altenberg hatten den Lkw an jenem Tag kontrolliert und zehn syrischen Staatsangehörigen auf der Ladefläche des Lkw entdeckt. Der Transport erfolgte unter unmenschlichen Bedingungen und die Gefahr einer Gesundheitsschädigung sei, auch dem Gutachten der DEKRA zufolge, ständig gegeben gewesen. Da ihm zumindest eine Entlohnung in Aussicht gestellt wurde, war auch der Punkt des gewerbsmäßigen Handelns erfüllt.

   Allein dafür seien vor ihm andere Schleuser zu weit höheren Haftstrafen verurteilt worden, betonte Richter Beeskow. Jedoch ließ er auf Grund der Geständigkeit des 34-Jährigen Milde walten. Auch das bereits verbüßte halbe Jahr Untersuchungshaft und die Lebensumstände mögen zum Urteil beigetragen haben. Rund 8000,- Euro Schulden, seine türkische Frau mit zwei Kindern und die rumänische Freundin hatten ihn dazu bewogen, in das Geschäft des Menschenhandels einzusteigen.

Die versprochenen 1000,- Euro pro geschleuste Person konnte er jedoch nicht in Empfang nehmen.



   Der 34-jährige Türke zeigte sich bei seinen abschließenden Worten reuig und wolle zukünftig in seiner Heimatstadt Istanbul einer ehrlichen Arbeit nachgehen.

   Der Haftbefehl gegen ihn wurde nach Urteilsannahme aufgehoben.

Quelle: Bundespolizei

 

 






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