Schlag gegen Schleuser- und Urkundenfälscherring

Polizei07

Pirna (ots) – Bei einem europaweiten Großeinsatz hat die Gemeinsame Ermittlungsgruppe der Staatsanwaltschaft Dresden und der Kreisstaatsanwaltschaft Teplice vier Europäische Haftbefehle und acht Durchsuchungsbeschlüsse in der Tschechischen Republik und Griechenland vollstreckt.

   In dem bei der Staatsanwaltschaft Dresden geführten Verfahren wird den Beschuldigten vorgeworfen, Personen aus Syrien und Afghanistan mit in Griechenland gefälschten Personaldokumenten ausgestattet und schließlich illegal in Länder der Europäischen Union eingeschleust zu haben.

   Vier aus Algerien stammende Beschuldigte im Alter zwischen 24  und

41 Jahren konnten in Prag (2 Personen), Teplice und Athen festgenommen werden. In Athen wurde eine der europaweit größten Fälscherwerkstätten ausgehoben. Mehr als 1100 verfälschte Reisepässe, über 800 ID-Karten und mehr als 100 Führerscheine wurden aufgefunden.

Zudem wurden 50.000 Hologramme, Stempel, tausende Folien sowie die notwendige Fälscherausrüstung, wie z. B. Drucker und Chemikalien, sichergestellt. Der Wert des aufgefundenen Materials beträgt auf dem illegalen Markt mehr als 3.000.000 Euro.



   Die Ermittlungen gegen die europaweit und grenzüberschreitend tätige Gruppierung werden sowohl in der Tschechischen Republik als auch in der Bundesrepublik Deutschland geführt. Die nun zerschlagene Organisation wurde von einem Netz aus Taschendieben unterstützt, die Touristen in ganz Europa gezielt Pässe und Ausweise stahlen. Diese Dokumente wurden nach Griechenland versandt und in Fälscherwerkstätten verändert.

   An der von Europol und Eurojust unterstützten Aktion am 17.10.2013 war neben der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle und der UOOZ Teplice auch die Ausländerpolizei Athen beteiligt.

Quelle: Bundespolizei

 

 






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