Polizei Direktion Leipzig: Informationen 19.10.2013

Polizei02

Kriminalitätsgeschehen

Ein Auto ist kein Tresor!

Ort: Leipzig, OT Südvorstadt, Richard-Lehmann-Straße
Zeit: 17.10.2013, 10:35 Uhr- 12.30 Uhr

Am Vormittag stellte ein 30-jähriger Mann seinen PKW „Audi Q3“ auf einen Parkplatz sicher ab. Er verließ das Fahrzeug und schloss es ordnungsgemäß ab. Das Geräusch der Verrieglung konnte er akustisch wahrnehmen. Als er wieder zu seinem Fahrzeug zurückkam, stellte er fest, dass die Scheibe der Fahrertür komplett geöffnet war, das Fahrzeug jedoch selbst noch verriegelt. Das Fach unter dem Lenkrad, die Mittelarmkonsole und das Handschuhfach wurden geöffnet. Eine Sonnenbrille von „Gucci“, die in der Mittelarmkonsole lag und ein Wintermantel von „Camel“ wurden aus dem Fahrgastraum entwendet. Das Handschuhfach wurde durchsucht. Unterlagen und Kleinsachen daraus lagen im Fußraum und auf dem Sitz herum. Aus dem Kofferraum wurde durch den oder die unbekannten Täter noch ein Laptop „Toshiba“, ein transportabler HP-Drucker, USB-Kabel., ein Ladekabel sowie Firmenunterlagen und ein IPAD II entwendet. Der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 2800 Euro. (Vo)

Er sei Polizeibeamter…

Ort: Rosenowstraße, 04357 Leipzig
Zeit: 17.10.2013; gegen 16:51 Uhr



… und müsse in der Wohnung einer 85-Jährigen nachsehen, da dort ein Einbruch gemeldet wurde. So erschlich sich der Unbekannte den Zugang zur Wohnung der Dame, die eben erst nach Hause gekommen war.
Die 85-Jährige kam vom Einkauf und fuhr am Nachmittag von der Essener Straße aus mit dem Bus nach Hause. An der Haltestelle „Rosenowstraße“ stieg sie aus und lief zu ihrem Wohnhaus. Dort angekommen, sprach die Dame einen ca. 25-jährigen Unbekannten an, der auf Einlass wartete. Auf die Frage, ob sie helfen könne, meinte er, dass die Angelegenheiten geheim sind. Dann stieg er die Treppen im Treppenhaus nach oben, während die Dame die Post aus dem Briefkasten holte. Später kehrte der 25-Jährige zurück und meinte, dass er eine Familie suche. Er nannte den Familiennamen der Dame und fügte noch hinzu, er sei von der Polizei und habe die Mitteilung erhalten, dass in ihre Mietwohnung eingebrochen worden wäre. Daraufhin begaben sich beide gemeinsam zu der zweifach verschlossen Wohnungstür, die augenscheinlich keine Einbruchsspuren aufwies. Dennoch behauptete der Mann steif und fest, dass ein Einbruch vorläge und die 85-Jährige nach ihren Wertgegenständen schauen solle. Während die Dame der Aufforderung des vermeintlichen Polizisten nachkam nutzte der dreiste Mann die Gelegenheit und verstaute unbemerkt Bargeld in vierstelliger Höhe in seiner Tasche. Anschließend entfernte er sich mit der Bemerkung, dass die Dame nichts anfassen solle und er die Spurensicherung holen wolle. Seit dem war von dem Langfinger nichts mehr gesehen. Den „Polizisten“ beschrieb die 85-Jährige folgendermaßen:

Täter:
– ca. 175cm groß
– südeuropäischer Typ
– sprach deutsch
– kurze dunkelbraune Haare
– gepflegtes Äußeres
– dunkle Hose
– dunkler Blouson mit Aufschrift
– heller Latex-Handschuh an der rechten Hand

Nun ermittelt die Polizei wegen Trickdiebstahl und weist aus gegebenem Anlass daraufhin, dass sich Kriminalpolizeibeamte grundsätzlich bei polizeilichen Maßnahmen namentlich vorstellen und mit Dienstausweis und Kriminalmarke ausweisen. Weiterhin fragen Polizeibeamte nicht gezielt nach dem Aufbewahrungsort von Wertgegenständen bzw. lassen sich diese zeigen.
Im Falle eines Wohnungseinbruchs werden unverzüglich polizeiliche Maßnahmen vorgenommen, ohne dass die bereits eingetroffenen Polizeibeamten den Tatort wieder verlassen, bevor nicht zumindest Erstmaßnahmen getroffen wurden. Im Zweifel, bezüglich der Authentizität der Polizisten, bitten Sie um die Möglichkeit der Rücksprache mit der zuständigen Polizeidienststelle oder bitten eine Person Ihres Vertrauens hinzu. (MB)

Quelle: PD Leipzig

 

 






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