Zwickauer Hubschrauber 114-mal alarmiert

EC 135 im Flug Ansicht rechts Quelle DRF Luftrettung_2

Zwickau. Ein Mensch erleidet einen Herzinfarkt. Ein Kind verunglückt beim Spielen. Minuten entscheiden jetzt über Leben und Tod. Häufig kommt die schnellste medizinische Hilfe aus der Luft. 114-mal startete der Zwickauer Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung im September zu oft lebensrettenden Einsätzen.

Der rot-weiße Hubschrauber ist täglich von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. „Christoph 46“ wird in den Leitstellengebieten Zwickau, Chemnitz, Freiberg, Marienberg, Annaberg-Buchholz, Plauen, Gera, Jena und Hof alarmiert.

Aus dem Einsatzalltag von „Christoph 46“

Ein 24 Jahre alter Mann erlitt am 7. September im Freibad von Klingenthal (Vogtlandkreis) schwere Verletzungen. Er war kopfüber von einem etwa fünf Meter hohen Turm gesprungen, der nicht offiziell als Sprungturm zugelassen war. Da die Beckentiefe an dieser Stelle nur etwa eineinhalb Meter betrug, traf er mit dem Kopf auf dem Boden auf. Unfallzeugen setzten sofort einen Notruf ab. Kurz darauf waren bodengebundene Rettungskräfte vor Ort. Als der Notarzt feststellte, wie schwer der Patient verletzt war, forderte er die Zwickauer Besatzung der DRF Luftrettung an, die kurz darauf am Einsatzort eintraf. Lähmungserscheinungen deuteten darauf hin, dass der 24-Jährige eine Halswirbelsäulenfraktur erlitten hatte. Da die Atmung des Patienten erschwert war, legte der Hubschraubernotarzt den Verletzten in Narkose und intubierte ihn. Anschließend wurde er vorsichtig auf ein sogenanntes Spineboard gelagert und mit Gurten fixiert, um Bewegungen und weitere Verletzungen der Wirbelsäule zu vermeiden. Im Hubschrauber schloss der Rettungsassistent den Mann an den Überwachungsmonitor an, bevor der Pilot die Turbinen startete und Kurs auf das Heinrich-Braun-Klinikum in Zwickau nahm. Dort übergab die medizinische Besatzung den Patienten an die weiterbehandelnden Ärzte. Drei Wochen später alarmierte die Rettungsleitstelle Dresden die Luftretter erneut zum Transport des 24-Jährigen. Sie brachten ihn zur optimalen weiteren Versorgung in die Neurologie der Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannstrost nach Halle.



Quelle: DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG

 

 

 






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