Vortrag des Bundespräsidenten a.D. Roman Herzog im Bundeskriminalamt

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Vortrag des Bundespräsidenten a.D. Roman Herzog im Bundeskriminalamt

Wiesbaden (ots) – „Bestand und Entwicklung der Europäischen Union im
Kontext der Globalisierung“ – zu diesem Thema konnte das Bundeskriminalamt
(BKA) mit Bundespräsident a.D. Roman Herzog einen renommierten Redner für
eine Vortragsveranstaltung am 16.10.2013 gewinnen. Roman Herzog war nach
seiner Amtszeit als Bundespräsident maßgeblich an der Entwicklung der
EU-Grundrechte-Charta beteiligt, die auch für die Arbeit der
Sicherheitsbehörden von Bedeutung ist.
Vor diesem Hintergrund sind seine Einschätzungen zu den
Entwicklungstendenzen der Europäischen Union (EU) auch für Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter einer international agierenden Sicherheitsbehörde wie dem
BKA von besonderem Interesse.

Bundespräsident a.D. Roman Herzog führte in seinem Vortrag aus, dass die
Europäische Union in den Jahrzehnten ihres Bestehens mehrfach ihre
Funktionen verändert habe. Aktuell erwarteten ihre Bürger – neben der
Friedenswahrung im Innern – vor allem den Erhalt des erreichten Wohlstandes
sowie eine kraftvolle Rolle der EU in der sich neu organisierenden Welt. Zur
Wahrnehmung beider Aufgaben sei ein starkes Europa notwendig. Die heutige EU
sei aber nach seiner Auffassung schwach. Vor allem fehlten ihr die nötigen
außenpolitischen Kompetenzen, zudem stehe sie sich durch ihren Bürokratismus
selbst im Wege. Roman Herzog hält daher eine alsbaldige Reform der EU für
notwendig.

Sein Vortrag bildet den diesjährigen Höhepunkt der Vortragesreihe
„EinBlicke“ der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung,
Fachbereich Kriminalpolizei, im Bundeskriminalamt. Auf Einladung des BKA
äußern sich dabei hochrangige Experten und Funktionsträger aus Politik und
Wirtschaft sowie namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus allen
gesellschaftlichen Bereichen in ihren Gastvorträgen zu kriminalistisch und
rechtspolitisch relevanten Themen.



Diese Vorträge sind nicht nur fester Bestandteil der Ausbildung des
kriminalpolizeilichen BKA-Nachwuchses, sondern stehen auch anderen
interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bundeskriminalamtes
offen.

Beim heutigen Vortrag von Bundespräsident a.D. Roman Herzog gehörten
daher neben den aktuell Studierenden des gehobenen und höheren
Vollzugsdienstes des Bundeskriminalamtes auch viele BKA-Beschäftigte zu den
rund 200 interessierten Zuhörern. Auf Einladung des BKA nahmen außerdem
Studierende des Höheren Polizeivollzugdienstes aus Hessen, Rheinland-Pfalz
und dem Saarland sowie der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster an
der Veranstaltung teil.

Quelle: Bundeskriminalamt






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