Betrügerin vorläufig festgenommen in Leipzig

Polizei02

Ort: 04157 Leipzig, Coppistraße
Zeit: 14.10.2013; 14:00 Uhr

Skrupellos und gierig müssen Menschen sein, die Betrugstaten folgenden Ausmaßes planen, um an das ersparte Geld von älteren Mitmenschen zu gelangen.
Ein unbekannter Anrufer gab sich vor einigen Tagen als vermeintlicher Notar aus und teilte einer 78-Jährigen am Telefon mit, dass sie eine größere Geldsumme aus dem Nachlass ihres Mannes bekäme. Damit er die Auszahlung jedoch veranlassen könne, sollte die Dame knapp 2.000 Euro zahlen. Dazu erfragte er die Kontonummer und die PIN von der EC-Karte der Dame, die die Zahlen daraufhin telefonisch übermittelte. Glücklicherweise vertraute sich die 78-Jährige Bekannten und Verwandten an, die umgehend die Sperrung der Karte veranlassten.
Am gestrigen Tage rief dann der Unbekannte erneut an und teilte der älteren Dame mit, dass eine Frau vorbeikäme, die die Notargebühren abholen würde.
Kurze Zeit später klingelte es an der Tür der 78-Jährigen. Vor der Tür stand eine Frau (77), die um Eintritt bat. In der Wohnung erklärte die Eintretende, dass die Notargebühren nun bezahlt werden müssten und schob der 78-Jährigen einen Überweisungträger, der auf knapp 3.000 Euro ausgestellt war, zur Unterschrift unter. Diesen unterschrieb die Frau ohne weitere Nachfragen zu stellen. Anschließend begaben sich beide Damen noch zur Hausbank der vermeintlichen Erbin, um sich nochmals einen gleichen Betrag auszahlen zu lassen.
Der Plan der 77-Jährigen ging fast auf. Doch rechnete sie nicht mit der Geistesgegenwärtigkeit einer Bankangestellten. Diese fragte die 78-Jährige, wofür sie das Geld benötigte. Daraufhin erklärte sie der Angestellten, dass das Geld eine Gebühr wäre, die sie der sie begleitenden Dame übergeben wolle. Da es der Angestellten ungewöhnlich vorkam, verhinderte sie die Auszahlung und informierte die Polizei. Währenddessen suchte nun die 77-Jährige das

Weite. Doch eine weitere Angestellte folgte ihr und forderte die Dame auf, sie wieder zurück in die Bank zu begleiten.
Nach Eintreffen der Polizisten wurde die den Gesetzeshütern nicht unbekannte Dame vorläufig festgenommen und deren Wohnung auf richterliche Anordnung durchsucht.
Nach weiteren Prüfungshandlungen lagen nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft Leipzig keine Haftgründe mehr vor, so dass gegenüber der 77-Jährigen die vorläufige Festnahme aufgehoben wurde.
Die Polizei ermittelt nun gegen die 77-Jährige, die in letzter Zeit bereits mehrfach wegen Betruges mit der gleichen Begehungsweise in Erscheinung getreten ist. Zumeist gab sich die Frau als Mitarbeiterin der Volkssolidarität aus und ergaunerte unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Erspartes von älteren Menschen, die allein oder in Altenheimen leben.
Die Polizei bittet Bürger, die von der Dame in ähnlicher Weise angesprochen wurden oder die der Dame Geld überreichten oder die ein solches Geschehen beobachten konnten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. (MB)



Quelle: PD Leipzig

 

 






%d Bloggern gefällt das: