Mitteldrittel kostet Eispiraten das Spiel Weißwasser nutzt Überzahlspiel gnadenlos aus

Eispiraten

Den Eispiraten Crimmitschau ist der erhoffte Befreiungsschlag nicht gelungen. Im Sachsenderby gegen die Lausitzer Füchse ging das Team erneut mit 1 zu 6 förmlich unter. Ein langes Unterzahlspiel der Eispiraten, durch undisziplinierte Strafen, nutzten die Gäste aus Ostsachsen gnadenlos aus und erzielten gleich 3 Powerplay-Tore in weniger als 2 Minuten. Auch der torlose Schlussabschnitt änderte an der deutlichen Niederlage nichts, die die Eispiraten weiter in die Krise stürzt.
Noch zum Auftakt der Partie sah alles nach einer Trendwende für die leidgeplagten Crimmitschauer aus. Dank Stürmer Max Campbell gelang den Eispiraten ein Auftakt nach Maß, als sie bereits in der 3. Spielminute mit 1 zu 0 in Führung gehen konnten. Das dadurch gewonnene Selbstvertrauen sah man der Mannschaft durchaus an, erspielte Sie sich in der Folge weitere Torchancen, die aber ohne Erfolg blieben. Vielmehr kam kurz vor der 1. Drittelpause das Pech wieder ins Spiel, als nach einem Abpraller, die Gäste den Puck zum Ausgleich ins Tor bugsieren konnten. Der Ausgleich war zu diesem Zeitpunkt eher glücklich und sorgte, wie sich im Mitteldrittel zeigen sollte, wieder für Verunsicherung in den Reihen der Eispiraten.
Wie ausgewechselt kehrte die Mannschaft aus der Kabine zurück auf das Spielfeld. Gleich der erste Versuch offensiv weitere Akzente zu setzten wurde durch die Füchse bitter bestraft. Nach Scheibengewinn kommt der Pass an die gegnerische blaue Linie, wo Weißwassers Peter Boon den Puck annimmt und ganz allein auf Eispiraten-Keeper Peter Holmgren zuläuft. Den Schuss durch die Torwartmatten kann der Keeper nicht verhindern. Mit dem Rückstand kommt dann die Undiszipliniertheit einiger Eispiraten ins Spiel. Harrison Reed erhält in der 26. Spielminute wegen Stockschlag mit Verletzungsfolge eine 5+Spieldauerstrafe und ist somit Auslöser für eine lange Unterzahlsituation. Diese nutzen die Gäste aus Weißwasser beispielhaft aus und schenken den überforderten Abwehrreihen der Crimmitschauer 3 Tore in nur 94 Sekunden ein. Der Spielstand wuchs damit rasant auf 1 zu 5 an und sorgte bereits für eine Vorentscheidung. Dass die Füchse sogar auf 1 zu 6 erhöhen konnten, ist erneut einem individuellen Fehler geschuldet. Dominic Walsh will sich in der neutralen Zone gegen 2 Gegner durchsetzten und vertändelt dabei die Scheibe. Füchse-Stürmer Casey Pierro-Zabotel geht danach wenige Schritte, bevor er den Puck ins kurze Eck unter die Latte schickt.
Der bedeutungslose Schlussabschnitt bringt keine großen Veränderungen und bleibt am Ende torlos. Zwar werfen die Eispiraten nochmals alles nach vorn, bleiben im Abschluss aber weitestgehend zu harmlos und haben zudem nicht das nötige Scheibenglück, um den Spielstand noch einmal zu verkürzen. Weißwasser verlegt sich auf die Verteidigung und hat keine Ambitionen viel in die Offensive zu investieren. Somit bleibt es beim niederschmetternden Ergebnis von 1 zu 6 aus Sicht der Eispiraten, die weiterhin nach dem Schlüssel zum Erfolg suchen. Gerade im 1. Drittel hat die Mannschaft gezeigt, dass sie Potential besitzt und konzentriertes Eishockey spielen kann.
Eispiraten Kapitän Matthias Forster sagte nach dem Spiel: Hier…
Ergebnis: 1:6 (1:1,0:5,0:0)
Torschützen:
1:0 Max Campbell (Scott Pitt, Dominic Walsh) 2:15
1:1 Peter Boon (Christoffer Kjärgaard, Scott King) 18:58
1:2 Peter Boon (Christoffer Kjärgaard, Scott King) 21:07
1:3 Thomas Götz (Überzahl-Tor) (Markus Lehnigk, Markus Schmidt) 27:33
1:4 Danny Pyka (Überzahl-Tor) (Scott King, Christoffer Kjärgaard) 28:01

1:5 Philipp Pinter (Überzahl-Tor) (Felix Schümann) 29:07
1:6 Casey Pierro-Zabotel (Thomas Götz, Danny Pyka) 34:00
Zuschauer: 2.820

Quelle: Eispiraten Crimmitschau



 

 






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