Gedenktage, Justus Frantz & Django Asül in Bad Elster.

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Gedenktage, Justus Frantz & Django Asül in Bad Elster.

Die goldenen Herbsttage zaubern derzeit farbenprächtige Naturschauspiele vor fast jede Haustür. So wird die Natur zur Bühne der Jahreszeiten. Bad Elster versteht diese Bühne immer auch als besondere Zugabe für Gäste, die sich dem Kulturprogramm widmen. Hier daher unsere veranstaltenden Kulturtipps vor dem Hintergrund dieser goldenen Natur Bad Elsters:

Am Dienstag, den 15. Oktober um 19.30 Uhr präsentiert Jörg Hertel seinen Diavortrag über die Südsee im Königlichen Kurhaus. Die Südsee – angeblicher Sehnsuchtsort der meisten Deutschen. Und tatsächlich: viele der diesbezüglichen Klischee-Phantasien haben inmitten des Pazifiks ihre Realentsprechung. Um das zu entdecken ist ein Schiff notwendig, denn viele Inseln Polynesiens sind anders gar nicht zu erreichen. Mit dem Frachter „Ara Nui“, der die Marquesas Inseln versorgt und auch Passagiere mitnimmt, ist möglich, Südseeträume mit rauhem und ursprünglichen Inselalltagserlebnis zu verknüpfen. Wenn das Ausbooten geklappt hat, denn kaum eine Insel hat einen Pier für ein 117-m-Schiff. Dieser Diavortrag führt von Tahiti über die wunderbaren Atolle der Tuamotus zu den Marquesas, die Sehnsuchtsziele für Europäer wie Paul Gauguin, Jacques Brel und Thor Heyerdahl waren. So wandelt der Betrachter auf den Spuren von Entdeckern, allen voran aber den Polynesiern, die sich schon zu diesen Inseln aufmachten, als wir noch in Höhlen wohnten!

Am Mittwoch, den 16. Oktober eröffnen die Chursächsischen Streichersolisten im Kerzenschein des Königlichen Kurhauses mit einem Serenadenkonzert die kulturellen Gedenktage im Vogtland anlässlich von 200 Jahren Völkerschlacht. Dabei führt ein kammermusikalisches Programm das Publikum „Von Chursachsen zum Königreich“: Neben Händels berühmten Concerto Grosso op. 6 Nr. 7 in B-Dur erklingt dabei das Konzert für 2 Violinen und Orchester in d-Moll von Johann Sebastian Bach. Aber auch Georg Phillip Telemanns Ouvertürensuite “Die Völker” und Felix Mendelssohn Bartholdys Streichersinfonie Nr. 7 in d-Moll werden diesem Abend königlichen Glanz verleihen.

Am Donnerstag, den 17. Oktober präsentiert der Historiker Dr. Reinhard Münch im Rahmen der Gedenktage zur Völkerschlacht um 19.30 Uhr einen spannenden thematischen Vortrag im Königlichen Kurhaus. Der Leipziger Autor Dr. Reinhard Münch gilt in Fachkreisen als einer der besten Kenner des Geschehens rund um die Leipziger Völkerschlacht. In Bad Elster stellt er sein im Tauchaer Verlag erschienenes Buch „Auf dem Weg zur Völkerschlacht – Die Sachsen im Jahr 1812“ vor. Er wird hierbei nicht nur besonders spannende Ereignisse vorlesen, sondern im Gespräch auch auf damit verbundene, spezielle Aspekte sächsischer Geschichte eingehen.

Am Freitag, den 18. Oktober gedenkt die Chursächsische Philharmonie Bad Elster gemeinsam mit dem Karlsbader Sinfonieorchester (CZ) und dem Stadtorchester Markneukirchen um 19.30 Uhr mit einem großen Symphoniekonzert dem Jubiläum zu 200 Jahren Völkerschlacht. Bei diesem musikalischen Höhepunkt der Gedenktage im König Albert Theater unter der Gesamtleitung von GMD Florian Merz werden weltberühmte Zeitdokumente rund um das große historische Ereignis aufgeführt: Neben dem von Beethoven im Jahr 1813 komponierten sinfonischen Schlachtengemälde „Wellingtons Sieg“ anlässlich der Schlacht von Vitoria und einer Auswahl an Werken für Blasorchester wie der »Berg-Isel-Fanfare« oder dem »Tiroler Adler« gibt es mit Tschaikowskis berühmter „Ouvertüre solenelle 1812“ ein großbesetztes Werk, welches den Sieg Russlands im Kampf gegen Napoleon 1812 darstellt. Im Gegensatz zu diesen Jubelkompositionen wird dieses historische Konzert dann mit der berühmten Tondichtung »Tod und Verklärung« von Richard Strauss beendet, um symbolisch den Gefallenen und Opfern aller Kriege und Schlachten würdig zu gedenken.

Am Samstag, den 19. Oktober widmen sich die Brass Band des Julius-Mosen-Gymnasiums Oelsnitz/V. und die Young Music Band Vintl aus Südtirol um 15.00 Uhr mit einem großen Gemeinschaftskonzert im Königlichen Kurhaus dem 210. Geburtstag des im vogtländischen Marieney geborenen Dichters Julius Mosen. Das berühmte Andreas-Hofer-Lied »Zu Mantua in Banden« ist bis heute die Tiroler Landeshymne, deren Text im Jahre 1831 vom Vogtländer Julius Mosen verfasst wurde. Bis zu seinem Tode war Julius Mosen eng mit seiner Heimat verbunden. In seinen »Erinnerungen« schreibt er von der »Anhänglichkeit an die heimatliche Erde des Vogtlandes«, das den Blick anzieht, »als müsste dort weit hinten in der Ferne unter den harztropfenden Tannen, dort wo die Berge terrassenartig in dunkler Bläue emporsteigen, irgendein Geheimnis verborgen sein, das uns an sich lockt und sich uns gern enthüllen möchte.« Die Vogtländer beschrieb Mosen später als die »sächsischen Tiroler« – Ein Grund mehr, diese Verschmelzung auch musikalisch umzusetzen!

Am Samstag, den 19. Oktober beendet ein Klavierabend von Star-Pianist Justus Frantz im König Albert Theater um 19.30 Uhr die vogtländischen Gedenktage zu 200 Jahren Völkerschlacht. Justus Frantz – ein Name, den man mit großartigen Orchestern und absoluter Hingabe zur Musik assoziiert. Seit mehr als dreißig Jahren ist er ein international erfolgreicher Pianist und Dirigent, der sich unzählige Male für die klassische Musik verdient gemacht hat. Bei seinem exklusiven Klavierabend spielt er drei der bekanntesten Klaviersonaten des musikalischen Revolutionärs Beethoven: Die Nr. 8 »Pathétique«, die Nr. 14 »Mondschein« und Nr. 23 »Appassionata«. Kaum eine andere Werkgruppe hat in der Geschichte der Klaviermusik eine so große Bedeutung wie die der Klaviersonaten Ludwig van Beethovens. Sie durchziehen Beethovens gesamte kompositorische Laufbahn und können als ein Abbild seiner künstlerischen Entwicklung betrachtet werden. Justus Frantz ist Chefdirigent der Philharmonie der Nationen. Daneben arbeitet er regelmäßig mitnamhaften Orchestern aus der ganzen Welt zusammen, wie mit dem Mariinsky-Theater St.Petersburg, dem Großen Sinfonieorchester Moskau oder dem China Philharmonic Orchestra.

TIPP DER WOCHE:

Am Sonntag, den 20. Oktober gastiert um 19.00 Uhr der Kabarettstar Django Asül zum ersten Mal im König Albert Theater mit seinem Programm „Paradigma“. Wie so manches Gute kommt auch das Wort Paradigma aus dem Griechischen. Es kann Beispiel oder Vorbild heißen. Oder aber Abgrenzung oder gar Weltsicht. Und je präziser die Sicht auf diese Welt, umso mehr wird deutlich: So geht es nicht weiter. Es braucht einen Paradigmenwechsel. Die Parameter müssen neu eingestellt werden. Alles muss hinter-, wenn nicht sogar vorderfragt werden. Und so muss auch Django Asül sich fragen: Wie kriege ich die Kurve? Wie erreiche ich die nötige Nachhaltigkeit auf sämtlichen Ebenen? Wie kümmere ich mich besser um mein soziales Umfeld? Reicht es, wenn ich weniger arbeite und noch weniger Auto fahre? Oder muss ich mein Interesse an Mitmenschen auch dadurch zeigen, indem ich ihnen permanent auf den Keks gehe? Dem Individuum wie auch dem Großen und Ganzen droht der ultimative Burnout. Erstmals muss auch Django Asül sich um seine und fremde Ressourcen Gedanken machen. Der Rückzug ins Private scheint ein Ausweg zu sein. Denn Demokratie entpuppt sich endgültig als politischer Blindflug in Tateinheit mit finanziellem Größenwahn auf Pump. Und alles kumuliert in der Frage: Muss man Deutscher oder deutscher werden, um Europa auf Distanz zu halten? Mit dem neuen Werk Paradigma unternimmt Django Asül erstmals eine Reise zum Ich. Mit dem Ziel, in seiner eigenen Welt anzukommen.

Abgerundet wird das herbstliche Kulturprogramm in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster mit verschiedenen Kammermusikprogrammen von Ensembles der Chursächsischen Philharmonie und Folklore-Konzerten mit Orchestern der Musikregion Vogtland. Die Veranstaltungen können selbstverständlich jederzeit mit Rahmenprogrammen aus Erholung & Kulinarium kombiniert werden. Karten für die Veranstaltungen und alle Infos zum Aufenthalt gibt es täglich von 10.00 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 18.00 Uhr in der Touristinformation Bad Elster im Königlichen Kurhaus unter 037437/ 53 900 oder per E-Mail unter touristinfo@badelster.de

VORSCHAU BAD ELSTER:

FR. 25.10. | 19.30 Uhr | König Albert Theater

RICHARD ROGLER: »Das müssten Sie mal sagen, Herr Rogler!«



Kabarett

SA. 26.10. | 19.30 Uhr | König Albert Theater

»IM WEISSEN RÖSSL« – Premiere

Operette von Ralph Benatzky

SO. 27.10. | 19.00 Uhr | König Albert Theater

KLAUS HOFFMANN: »Als wenn es gar nichts wär«

Chansonabend

MI. 30.10. | 19.30 Uhr | König Albert Theater

»EINE KLEINE NACHTMUSIK« – Premiere

Serenade in historischen Kostümen & Kerzenschein

DO. 31.10. | 15.00 Uhr | König Albert Theater

»DRACULA« Musical von Frank Wildhorn

Quelle: Chursächsische Veranstaltungs GmbH






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