„Falsche Polizistin am 27. September 2013 gestoppt“

Tank - LKW umgekippt auf der BAB 4 nahe Meerane

Ort: Torgau
Zeit: Januar 2008 bis September 2013

Nach umfangreichen Berichterstattungen im Frühjahr 2013 zu einer die Öffentlichkeit sehr beunruhigenden „Serienstraftat zum Nachteil älterer Menschen in Torgau“ gelang es dem Torgauer Ermittler-Team nach fünf Monaten der per Phantombild gesuchten und sehr listigen Betrügerin einen Namen zu geben. Als sich die Tatverdächtige am Freitagmorgen wieder ihrem Wohngrundstück näherte, wurde sie von Kriminalbeamten mit einem Durchsuchungsbeschluss in der Hand erwartet. Die über 40 Jahre alte Frau ergab sich ihrem Schicksal und räumte, mit Kenntnisnahme einer sie erdrückenden Beweislast, ihr Leben auf.
Durch jahrelange, an hilfebedürftigen Menschen begangenen Trickbetrugsdiebstähle, die aufgrund ungünstiger Tatentwicklungen ab und zu auch im Versuch stecken blieben, trainierte sie sich in der Wahrnahme ihrer Umwelt auf offensichtliche Behinderungen und menschliche Zuneigungen anderer, um sie für ihre schäbigen Bereicherungen auszunutzen. Nicht selten gab sie sich dabei auch als Polizistin oder Mitglied gemeinnütziger und sozialer Einrichtungen aus. Bis auf wenige Fälle wird der moralische Schaden den finanziellen überwiegen.
Wer als Dieb ein Portemonnaie stiehlt und anschließend als ehrlicher Finder auftritt, sich ins Vertrauen des Opfers einschleicht, um es nochmals zu bestehlen, ist nicht nur skrupellos und unverfroren, sondern schürt unnötiges Misstrauen in der Bevölkerung und macht den vielen ehrlichen Haushaltshelfern und Hilfseinrichtungen ihr schweres Berufsleben noch schwerer.
Durch Ermittlungen am Wohnort der Geschädigten sowie in der im Tatortbereich
befindlichen Verkaufsstelle, Post, Sparkasse, Kindertagesstätte, Schule und karitativen Einrichtung sowie der Analyse aller auf die Medienberichtserstattung eingegangenen Bürgerhinweise kristallisierte sich die Beschreibung einer Täterin heraus, die ihren Lebensmittelpunkt zwar in Torgau hat, sich aber sehr unauffällig bewegen und im entscheidenden Augenblick in Sicherheit zu rück ziehen kann.

Die Ermittler gaben jedoch nie auf, arbeiteten Spur für Spur sukzessive und in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Torgau ab und konnten im Zuge der Wohnungsdurchsuchung und Vernehmung der Beschuldigten insgesamt 23 Trickbetrugsdiebstähle zum Nachteil älterer Menschen aufklären, die bis ins Jahr 2010 zurückreichen. Aufgrund des festen Wohnsitzes der Tatverdächtigen und ihrer Geständigkeit wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt kein Grund für eine Anordnung der Untersuchungshaft gesehen.



Quelle: PD Leipzig

 






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