80-Jähriger verirrt sich beim Pilze suchen auf Truppenübungsplatz auf einem Truppenübungsplatz in der Oberlausitz

Polizei03

Truppenübungsplatz Oberlausitz, ostwärtiger Bereich an der

S 127/Klein Priebus

25.09.2013, 10:00 Uhr – 14:30 Uhr

Mit einem aufwändigen Einsatz zum Verbleib eines Vermissten sind Polizei und Bundeswehr im Landkreis Görlitz am Mittwoch in die diesjährige „Pilzsucher-Suchsaison“ gestartet. Ein 80-Jähriger hatte sich am Vormittag auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Oberlausitz verirrt. Er war zusammen mit seinem Bruder bei Klein Priebus an der S 127 zum Pilze suchen aufgebrochen. Dabei hatten sich die Männer jedoch aus den Augen verloren. Der vermisste Senior war unbefugt in das militärische Sperrgebiet gewandert. Dort fanden zu dieser Zeit Schießübung mit scharfer Munition statt.

Der Sohn informierte die Polizei über den Notruf gegen 11:50 Uhr, die unmittelbar die Truppenübungsplatzkommandantur über den Vorfall unterrichtete. Um die Sicherheit des Mannes gewährleisten und ihn suchen zu können, wurde der Schießbetrieb im Sperrgebiet eingestellt. Mehrere Streifen der Polizei, Feldjäger sowie weitere Kräfte der Bundeswehr suchten auf dem und um das Übungsplatzgelände nach dem 80-Jährigen.

„Der Truppenübungsplatz Oberlausitz ist Sperrgebiet, bei uns herrscht ständiger Schießbetrieb, deshalb ist das Betreten verboten, denn hier besteht Lebensgefahr“, so Oberstleutnant Lutz Pauketat, Kommandant des 17.400 Hektar großen Geländes. Das ganze Gelände sei mit gut einsehbaren Schildern in deutscher und polnischer Sprache deutlich gekennzeichnet, sämtliche Zufahrtsstraßen seien markiert.



Eine Streife der Feldjäger fand den Pilzesammler gegen etwa 14:30 Uhr im östlichen Teil des für die Öffentlichkeit gesperrten Bereichs. Der Mann war unverletzt, klagte aber aufgrund eines medizinischen Problems über Schmerzen. Er wurde von einem Notarzt behandelt. Damit ging die aufwendige Suche glimpflich zu ende. Auf den Senior wird möglicherweise ein Bußgeld zukommen, da er sich unberechtigt im militärischen Gelände aufgehalten hat.

Die Polizei rät Pilzsuchern, nur dort nach den schmackhaften Gewächsen zu suchen, wo es auch erlaubt und gefahrlos möglich ist. Um sich bei einem Unglück oder Verirren bemerkbar machen zu können, ist es von Vorteil, ein eingeschaltetes Mobiltelefon mitzunehmen oder wenigstens nicht alleine aufzubrechen. (tk)

Quelle: PD Görlitz

 

 






%d Bloggern gefällt das: