Neuer Champion Dennis Ullrich: „Erfüllung eines Traums“

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  • Dennis Ullrich im Porträt: „Überwältigt vom Titelgewinn“
  • Ein Leben für den Motocross-Sport
  • Mit fünf Jahren erstmals auf dem Motorrad

Holzgerlingen. Diese Motocross-Saison stand im Zeichen von ADAC MX Masters Pilot Dennis Ullrich. Der 20-Jährige aus Saarlouis setzte sich am Finalwochenende in Holzgerlingen durch und holte die alles entscheidenden Punkte für den Gesamtsieg. „Ich bin absolut überwältigt von meinem Titelgewinn. Das Niveau war wahnsinnig hoch. Umso mehr freue ich mich, denn damit ist ein echter Traum in Erfüllung gegangen“, sagt der KTM-Pilot, der auf einem 450ccm Motorrad vom Team Sarholz Racing alle Rennen bestritt. Als Champion des ADAC MX Masters trägt er den Titel Internationaler Deutscher Motocross Meister.

Für Ullrich ist es bereits der dritte Erfolg im Rahmen dieser ADAC Rennserie. 2010 gewann er den ADAC MX Youngster Cup, zwei Jahre früher wurde er hinter dem aktuellen MX2-Weltmeister Jeffrey Herlings Vizemeister im ADAC MX Junior Cup. Seine dritte Saison im ADAC MX Masters bescherte ihm nun den wichtigsten Erfolg seiner Karriere. In allen 16 Rennen konnte Ullrich in die Punkte fahren, davon vier Mal aufs Podium. Zehn Mal gelang ihm der beste Start und er gewann den so genannten Holeshot. „Motocross ist mein Leben. Alles dreht sich bei mir um diesen Sport, deswegen ist es schön, wenn man dann für das ganze harte Training und die viele Zeit, die man investiert, Anerkennung bekommt“, erklärt Ullrich. Dabei setzt der Pilot auf seine ganz eigene Strategie: „Ich muss mich immer genügend mit der Materie beschäftigen, da ist es für mich sehr hilfreich, Fehleranalysen zu machen, statt immer nur auf die Variante Gas geben zu vertrauen.“

Mittlerweile ist der Profi bereits seit 15 Jahren auf Rennstrecken unterwegs und weiß, wie er wann welche Technik anwenden muss. Die Faszination Motocross hat er schon als kleiner Junge von seinem Vater geerbt, der damals als Enduro-Fahrer aktiv war. Mit fünf Jahren saß Dennis Ullrich auf dem Motorrad eines Freundes und stieg erst wieder davon ab, als der Tank leer gefahren war. „Das war der entscheidende Wendepunkt in meinem Leben. Ich wollte von da an nur noch Motocross fahren“, erinnert sich der Pilot. Mit sechs Jahren fuhr er sein erstes Rennen, ein Jahr später erkämpfte er sich bereits seine erste Trophäe in der 50er Meisterschaft im Rahmen des DJMV (Deutscher Jugend Motocross Verband).



Allerdings geht es auch beim Motocross nicht immer nur um den rein sportlichen Aspekt, auch die mentale Stärke spielt eine entscheidende Rolle. Deswegen entschied sich Ullrich vor drei Jahren die Arbeit mit seinem Vater, der ihn bis dato trainiert hatte, zu beenden und sich einen neuen Coach zu suchen. Eine Entscheidung, die er bis heute nicht bereut: „Mit meinem Vater war das irgendwann nicht mehr sinnvoll. Meinem jetzigen Trainer Thomas Kneip kann ich alles anvertrauen, er versteht mich und unterstützt mich. Früher ist er selbst WM gefahren und kann mir daher viele gute Tipps geben. Die Zusammenarbeit wirkt sich auf mich sehr positiv aus“, beschreibt Ullrich die Situation.

Leicht fällt es dem smarten Saarländer trotzdem nicht, über seine Erfolge als Motocross-Profi zu sprechen. „Ulle“, wie er in der Szene genannt wird, ist es lieber, seinen Sieg zusammen mit seinem Trainer und seiner Freundin Vanessa zu feiern. „Ich mag es nicht, wenn ich zu sehr im Mittelpunkt stehe“, so Ullrich. Dafür kann er sich eher vorstellen, nach einem solchen Rennwochenende auch mal alle Fünfe gerade sein zu lassen. Statt wie gewohnt Gemüse und weißem Fleisch wird es Fast Food und eine große Tafel Haselnussschokolade geben.

Quelle: ADAC






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