34-Jähriger nach Verfolgungsfahrt festgenommen in Dresden

Polizei19

Heute Vormittag hatten Mitarbeiter einer Baustelle an der Harkortstraße den Diebstahl eines Lkw MAN bemerkt und die Polizei verständigt.

Zunächst konnte das Fahrzeug in Stolpen geortet werden. In der Folge fuhr der Lkw wieder nach Dresden zurück. Alarmierte Einsatzkräfte stellten den Lkw schließlich auf der Tolkewitzer Straße fest. Auf Versuche der Beamten das Fahrzeug anzuhalten, reagierte der Fahrer nicht. In der Folge fuhr er mit zeitweise 100 km/h unter anderem über die Prohliser Allee, Dohnaer Straße, Wasaplatz, Tiergartenstraße. Dabei benutzte er teilweise Fußwege, Gleise der Straßenbahn und fuhr entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung.

Von der Tiergartenstraße fuhr er weiter über Grünflächen des Großen Gartens. Dort versuchten Polizeibeamte den entgegenkommenden Lkw  zu stoppen. Dabei schoss ein Beamter mehrere Schüsse aus seiner Dienstwaffe gegen die Reifen des entgegenkommenden Lkw. In der Folge flüchtete der Lkw auf die Wiener Straße. Kurz vor der Franz-Liszt-Straße fuhr er schließlich gegen eine Mauer. Dabei beschädigte er zwei parkende Pkw.  In der Folge nahmen Polizeibeamte den 34-jährigen Fahrer vorläufig fest.

Nach ersten Ermittlungen stand der Mann unter Einfluss von verschiedenen Betäubungsmitteln. Bei ihm stellten die Beamten auch Crystal sicher. Gegen den 34-Jährigen bestanden zudem bereits mehrere Haftbefehle.

Während seiner Fahrt hatte der 34-Jährige mehrere Verkehrsunfälle verursacht. Die gesamte Schadenshöhe ist derzeit noch nicht abschätzbar.

Gegenwärtig versuchen Ermittler die konkrete Fahrtstrecke des Lkw zu rekonstruieren. Dabei kommt auch ein Hubschrauber der sächsischen Polizei zum Einsatz, welcher Übersichtsaufnahmen anfertigt und insbesondere festgestellte Verkehrsunfälle und die Schäden dokumentiert. Bislang gibt es keine Hinweise auf verletzte Personen.



Kriminaltechniker untersuchen gleichzeitig den sichergestellten Lkw, den Tatort des Diebstahls an der Harkortstraße sowie den Bereich der Schusswaffenanwendung im Großen Garten.

Die Dresdner Polizei ermittelt. Routinemäßig wird in diesem Zusammenhang auch die Rechtmäßigkeit der Schusswaffenanwendung geprüft.

Die Dresdner Polizei bittet Zeugen, die Angaben zur Fahrweise des Lkw machen können oder selbst zu Schaden gekommen sind, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen. (tg)

Quelle: PD Dresden

 

 






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