Zu schnell und zu dicht dran: Domino-Unfall mit sieben beteiligten Fahrzeugen auf der BAB 4

Schwerer Unfall mit mehreren Fahrzeugen und Polizeibeteiligung a

BAB 4, Görlitz – Dresden, zwischen den Anschlussstellen Pulsnitz und Ottendorf-Okrilla

18.09.2013, 09:36 Uhr

Bei drei aufeinander folgenden Verkehrsunfällen auf der BAB 4 sind am Mittwochvormittag zwischen den Anschlussstellen Pulsnitz und Ottendorf-Okrilla sieben Fahrzeuge beschädigt und drei Personen leicht verletzt worden. Unfallursache war auch hier, wie sehr häufig, unangepasste Geschwindigkeit und unzureichender Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.

Seinen Ausgang nahm die Situation mit dem Spurwechsel eines Nissan Micra. Er war auf die linke Fahrspur gefahren und hat kurz danach offenbar bremsen müssen, um mit dem vorausfahrenden Fahrzeug nicht zu kollidieren. Der junge Mann am Steuer verlor dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Nissan kam ins Schleudern und kollidierte mit der Mittelleitplanke. Der Fahrer blieb unverletzt.

Die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer bremsten. Hier fuhr an vierter Position ein Ford Focus. Der 28-jährige am Steuer konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten und schob die drei vor ihm befindlichen Fahrzeuge ineinander. Er prallte auf einen Opel Combo (Fahrer m/50/unverletzt), dieser dann auf einen VW Passat (Fahrer m/79/unverletzt) und der auf einen Skoda Suberb (Fahrer m/57/unverletzt). Der 28-Jährige und sein gleichaltriger Beifahrer wurden leicht verletzt, lehnten jedoch eine ärztliche Behandlung vor Ort ab.



Im nachfolgenden Verkehr fuhr hinter dem Ford Focus eine 51-Jährige mit einem Skoda Fabia. Hinter ihr wiederum kam mit sehr hoher Geschwindigkeit ein Peugeot 406 angerast. Die 34-Jährige am Steuer konnte trotz einer Gefahrenbremsung mit etwa 100 Meter langen Blockierspur eine Kollision mit dem Skoda nicht mehr verhindern. Anhand der Spurenlage kann davon ausgegangen werden, dass die 34-Jährige im dichten Verkehr mit etwa 180 km/h gefahren war, bevor sie voll bremste. Die Skoda-Fahrerin wurde durch die Kollision leicht verletzt.

Im Zuge der Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge kam es zu einem kilometerlangen Rückstau, der sich erst nach mehreren Stunden auflöste. Die Schadenssumme beträgt nach ersten Schätzungen in Summe etwa 37.000 Euro. (tk)

 Quelle: PD Görlitz

 

 






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