Ermittlungen zur ETU GmbH abgeschlossen

Polizei01

Die Staatsanwaltschaft Görlitz hat im Rahmen der Ermittlungen zur ETU GmbH gegen eine 47 Jahre alte Frau Anklage zum Amtsgericht Görlitz – Strafrichter – erhoben. Ihr wird vorsätzlicher  unerlaubter Umgang mit gefährlichen Abfällen vorgeworfen.

Sie soll dafür verantwortlich sein, leicht entzündliche und mit Wasser unter Bildung hochentzündlicher Gase reagierende Filterstäube zunächst unbehandelt auf dem Gelände belassen zu haben, nachdem sie gemerkt hatte, dass eine ordnungsgemäße Entsorgung mit den bei der ETU GmbH zur Verfügung stehenden Methoden nicht möglich war.

Auch soll sie, um die Abfälle einer ordnungsgemäßen Entsorgung und insbesondere den Zugriff des Umweltamtes des Landkreises Görlitz zu entziehen, den Abtransport von vorhandenen 426 Fässern nach Bayern veranlasst haben. Es wird ihr überdies vorgeworfen, die Fässer sowohl gegenüber der durchführenden Spedition als auch gegenüber der übernehmenden Firma falsch deklariert zu haben im Wissen, dass der Lagerplatz in Bayern für die Lagerung dieser Art von Abfällen nicht geeignet war und nicht die erforderliche Zulassung besaß.

Die Angeschuldigte stellt in Abrede, gewusst zu haben, dass es sich bei den Filterstäuben um Abfälle gehandelt habe. Sie sei davon ausgegangen, dass diese Stoffe zur Weiterverarbeitung geeignet seien.



Die vorgeworfene Tat ist mit Geldstrafe oder mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bedroht.

 Quelle: PD Görlitz / Staatsanwaltschaft Görlitz

 






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