ADAC MX Masters – Nagl-Probe bestanden: Rückkehr mit Tagessieg

MXMasters

· Dennis Ullrich verliert Führung in der Gesamtwertung
· Lars Reuthers Traum vom Meistertitel geplatzt
· Superstar Ken Roczen zu Besuch
Jauer.

Die Motocross-Rennen des ADAC MX Masters auf der 1700 Meter langen Lehmpiste im sächsischen Jauer hatten es am Sonntag in sich. Insgesamt 7000 Zuschauer sahen am Wochenende, wie sich Max Nagl (KMP-Honda-Racing-Team) in beiden Läufen Platz eins erkämpfte. Mit einem Tagessieg konnte er sich kein besseres Comeback nach seinem krankheitsbedingten Ausfall wünschen. „Dass ich hier gewonnen habe, war sehr wichtig für mich. Ich hatte zwar bei beiden Läufen ab der Mitte Konzentrationsprobleme, habe es aber trotzdem bewiesen, dass ich wieder fit bin. Sonst wäre ich auch nicht auf die Piste zurückgekehrt“, kommentierte der 26-Jährige seinen Erfolg. Der ehemalige WM-Pilot Sébastian Pourcel (FRA/KTM Sarholz Racing Team) wurde Zweiter, der Slowene Tim Gajser (Marchetti Racing, KTM) belegte in der Tageswertung Platz drei.
Die Piloten mussten sich auf der sehr sprungreichen und dadurch enorm technischen Strecke auf eine möglichst optimale Fahrweise konzentrieren. Dabei ging es für die Top-Fahrer beim vorletzten ADAC MX Masters vor allem darum, viele Punkte zu sammeln, um dem Traum vom Titel ein bisschen näher zu kommen. Der Meisterschaftsführende Dennis Ullrich (GER/KTM Sarholz Racing Team) hatte kurz vor dem Finalwochenende Probleme, sich auf das Rennen zu fokussieren. Im ersten Lauf wurde der 20-Jährige wegen Vorteilsnahme fünf Plätze nach hinten versetzt, weil er eine geschwenkte gelbe Flagge missachtete und überholte. Im zweiten Lauf verhinderten zwei Stürze seinen Erfolg auf der Strecke. Damit muss der KTM-Pilot seine Führung in der Gesamtwertung an Sébastien Pourcel abgeben. Der Franzose ist nun mit 230 Punkten Tabellenerster, danach folgen Dennis Ullrich mit 220 Zählern und Max Nagl mit 180 Punkten.
ADAC MX Youngster Cup Der Renntag stand im ADAC MX Youngster Cup ganz im Zeichen des Spaniers Jorge Zaragoza (Rockstar Energy Suzuki Europe). Wie schon am Vortag war der 17-Jährige am Ende Bester seiner Klasse und sicherte sich nach beiden Läufen den Tagessieg. „Ich bin schon sehr stolz, dass es mir gelungen ist, auf meiner deutschen Lieblingsstrecke zu gewinnen. Außerdem habe ich dadurch ordentlich Selbstbewusstsein getankt, denn immerhin kämpfen hier gerade die Top- Piloten um wichtige Punkte für das Meisterschaftsfinale“, sagte der Suzuki-Fahrer stolz.
Ebenfalls freuen konnte sich der Franzose Boris Maillard (Monster Energy Kawasaki Elf Team Pfeil). Der derzeitige Tabellenführer setzte seinen Plan vom Qualifying um und konzentrierte sich einzig und allein darauf, in Jauer schnell und fehlerfrei voran zu kommen. Mit Erfolg: Maillard wurde Zweiter und führt nun mit 39 Punkten vor seinem Teamkollegen Dominique Thury (Monster Energy Kawasaki Elf Team Pfeil) und 50 Punkten vor dem Pleidelsheimer Lars Reuther (KTM Sarholz Racing Team) in der Gesamtwertung. „Als ich gemerkt habe, dass ich immer besser werde, habe ich einen enormen Siegeswillen entwickelt, der sich jetzt nur noch schwer brechen lässt. Ich will die Meisterschaft gewinnen und weiß, dass ich es kann. Deswegen hat mich noch nicht mal mehr meine gebrochene Feder während des ersten Laufes aufhalten können“, so der 20-Jährige. Besonders interessiert an der Leistung seiner Kollegen zeigte sich an diesem Rennwochenende ADAC MX Masters Champion Ken Roczen. Der Superstar bereitet sich derzeit auf das MX of Nations in Teutschenthal vor und kam inkognito auf die Veranstaltung. Der 19-Jährige verfolgte das Rennen seines guten Freundes Tim Koch (BRC Johannes-Bikes Suzuki).

Für den bis dato Tabellenzweiten Lars Reuther (KTM Sarholz Racing Team) endete die Veranstaltung in Sachsen mit viel Frust und Enttäuschung. Hatte sich der Pleidelsheimer eigentlich zum Ziel gesetzt, die letzten beiden ADAC MX Masters Events noch zu seinen Gunsten zu entscheiden, musste sich der Baden-Württemberger im ersten Lauf mit einem unglücklichen 16. Platz zufrieden geben. Im zweiten Lauf beendete er das Rennen sogar vorzeitig, weil ein Stein seine Vorderradbremse blockiert hatte. Damit ist der Traum von einem möglichen Sieg im ADAC MX Youngster Cup vorbei.
ADAC MX Junior Cup Für Tabellenführer Glen Meier aus Dänemark (Kosak Racing Team, KTM) startete das Rennen im ADAC MX Junior Cup am Sonntag mit einem kleinen Dämpfer. Der 14-Jährige musste im ersten Lauf hinnehmen, dass sein Konkurrent, der 14-jährige Spanier Jorge Prado (KTM Factory Red Bull), nicht nur um zwei Positionen besser, sondern auch noch um 30 Sekunden schneller
war als er. „In der dritten Runde ist meine Hinterradbremse ausgefallen, deswegen konnte ich auf der Strecke nicht mehr so viel bremsen und musste deutlich vorsichtiger fahren. Das ist sehr ärgerlich“, erklärte der Meier. Auch beim zweiten Lauf reichte es für den Junior-Piloten nur für Platz vier. Erster und damit auch Tagessieger wurde der Finne Kim Savaste (KTM Motorsport Finland, 178 Punkte). „Ich habe es geschafft, Jorge zu überholen und das war schon eine große Herausforderung. Deswegen freue ich mich sehr über meinen Sieg“, berichtete der 13-Jährige.
Platz zwei sicherte sich Jorge Prado, Jakub Teresak aus Tschechien (Mefo Sport Racing Team, KTM) belegte Position drei. In der Gesamtwertung hat sich durch die Ergebnisse in Jauer keine Veränderung ergeben. Glen Meier ist nach wie vor Tabellenerster. Mit 204 Zählern ist er 15 Punkte besser als Teresak (189 Punkte) und 26 Punkte vor Savaste (178 Punkte).
Das achte und finale Rennwochenende des ADAC MX Masters wird vom 21. bis 22. September im baden-württembergischen Holzgerlingen ausgetragen. Dort starten die Klassen ADAC MX Masters, ADAC MX Youngster Cup und ADAC MX Junior Cup. Noch ist offen, wer in welcher Klasse den Pokal holen wird, es bleibt demnach bis zum Ende spannend.

Gaildorf: Privatfahrerwertung in der Klasse ADAC MX Masters
1. Chris Gundermann (GER/Rockstar Meyer Racing Team)
2. Michael Kartenberg (GER/KTM-Bauerschmidt)
3. Enrico Jache (GER)



Gaildorf: Markenwertung in der Klasse ADAC MX Masters (nach 7 von 8 Rennen)
1. KTM, 308
2. Honda, 290
3. Kawasaki, 246
4. Suzuki, 231
5. Yamaha, 122

Quelle: ADAC MX Masters

 






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