Elefant tötet Mann nach Ausbruch aus französischem Zirkus

Angeketteter Elefant im Zirkus (C) VIER PFOTEN, Fred Dott

Elefant tötet Mann nach Ausbruch aus französischem Zirkus // VIER PFOTEN fordert erneut Wildtierverbot

Melun (Frankreich) / Hamburg, 10. September 2013 – Nachdem ein Elefant am Sonntagnachmittag in Melun, nahe Paris, den Elektrozaun seines Außengeheges durchbrach und einen Mann (84) mit seinem Rüssel tödlich verletzte, erneuert die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN die Forderung nach einem Wildtierverbot in deutschen Zirkussen. „Wildtiere wie Elefanten, Löwen, Tiger und Bären sind höchst anspruchsvoll in der Haltung und potentiell sehr gefährlich“, sagt Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN. „Sie gehören sowohl aus Tierschutzsicht als auch aus Sicherheitsgründen nicht in einen Zirkus.“

Der traurige Vorfall in Frankreich reiht sich in eine lange Liste von gefährlichen Situationen ein, die im Zusammenhang mit Zirkustieren stehen. Immer wieder entkommen selbst hochgefährliche Arten wie Großkatzen und Bären aus dem Zirkus. In den letzten Jahren hat VIER PFOTEN in Deutschland mindestens 82 entkommene Zirkustiere gezählt sowie 24 Vorfälle, bei denen Mensch oder Tier in Gefahr gebracht wurden. Obwohl immer noch viele deutsche Zirkusunternehmen Wildtiere mitführen, sind die Sicherheitsvorkehrungen nicht im Ansatz mit denen in Zoos zu vergleichen.



„Wildtiere können unter Zirkusbedingungen weder artgemäß gehalten werden, noch bieten Käfigwagen, Elektrozäune oder transportable Gehege genügend Sicherheit“, erklärt Dr. Stephany weiter. „Wie der Unfall in Frankreich zeigt, ist ein Wildtierverbot im Zirkus in Deutschland auch aus Sicherheitsgründen dringend notwendig. Doch das zuständige Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unternimmt seit Jahren nichts, um den Schutz von Wildtieren im Zirkus nachhaltig zu verbessern und die Sicherheit der Zuschauer zu gewährleisten.

Quelle: VIER PFOTEN

 






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