25 Jahre August Horch Museum Zwickau

 

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 Jubiläumsfeier am 30. August 2013 sehr gelungen
– Hunderte Besucher feierten bei Jubiläums-Eintrittspreis, bestem Wetter und der    Uraufführung einer eigenen Filmproduktion

 Bereits 1988 wurde in Zwickau ein Automobilmuseum gegründet, das heute – ein viertel Jahrhundert später – als August Horch Museum weltweite Bekanntschaft erreicht hat.

Nach einstimmenden Begrüßungsworten durch Geschäftsführer Rudolf Vollnhals standen aus diesem Anlass zunächst fünf Herren in einem Podiumsgespräch dem Moderator Prof. Dr. Peter Kirchberg Rede und Antwort. Manfred Meese, Museumsmitarbeiter der ersten Stunden (1987 – 1991), ließ zum Beispiel die Anwesenden an seinen Erinnerungen und Erfahrungen aus den Anfangsjahren teilhaben. Er berichtete von ersten Restaurierungsarbeiten (am Horch 920) und anderen Begebenheiten aus der Museumswerkstatt Ende der 80er Jahre. Die Verbundenheit der Anfangs-Crew mit dem Museum ging so weit, dass z.B. Meese, nachdem dessen Vorgesetzter entlassen wurde, Montag bis Montag mehr oder weniger allein das Mu

seum vertreten hat. Amüsanterweise wurde sogar der Weihnachtsbraten im Museum gegessen. Der damalige Direktor für Investitionen und heutige Museumsführer, Roland Schulze, trumpfte mit einer Weisheit auf: „Lieber eine kleine Wirklichkeit als ein großer Traum“, nach der man froh war, Anfänge eines Automobilmuseums zu schaffen. Viele Entwicklungen schiebt Schulze auf den sächsischen Menschenschlag und dessen sachliche Hartnäckigkeit statt euphorischer Strohfeuer. Jürgen Schiebert, zu Gründungszeiten Pressereferent unter Dr. Günter Hipp, reflektierte die Gründe für den Aufbau eines Betriebsmuseums, die u.a. darin lagen, dass sich ganz allgemein in der DDR der Endachtziger eine Tendenz abzeichnete, Geschichte aufzuarbeiten und zu bewahren. Im Gespräch zeigte Schiebert stolz einen Ordner voller Originale aus seinem Besitz: mit Bauplänen, Besprechungsprotokollen und Ideen, den er im Anschluss feierlich dem August Horch Museum überreichte. Auch Wolfgang Neef, Direktor für Produktion des VEB Sachsenring und späterer Museums-Geschäftsführer sowie der Gründer des Fördervereins, langjährige Museumsleiter, maßgebliche Mitarbeiter und Träger der Martin Römer Medaille, Jürgen Pönisch, berichteten von ihren Erfahrungen und der mehrfach ungeklärten Zukunft des Museums, das heute aus dem Stadtbild, ja sogar von der nationalen Museumslandschaft nicht mehr wegzudenken ist.



Der Dokumenta

rfilm zu 25 Jahren Museum, der an diesem Abend Prämiere hatte, wurde auch dem im Innenhof zu Klängen der Band „Sachsentramp“ feiernden Publikum noch einige Male vorgeführt. Alles in allem war es ein schönes Fest aus einem schönen Anlass.

Die August Horch Museum Zwickau gGmbH ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die von der Stadt Zwickau und der AUDI AG im Dezember 2000 gegründet wurde. Die Geschäftsanteile werden zur Hälfte von den beiden Gesellschaftern gehalten. Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb des August Horch Museums und die Dokumentation der Geschichte des Automobilbaus in Zwickau.

Quelle: August Horch Museum Zwickau gGmbH






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