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Intercontinental GT Challenge, 3. Lauf, Suzuka 10 Hours, Suzuka/Japan

Porsche-Kundenteams bestreiten Langstrecken-Highlight in Fernost

Stuttgart. Beim Zehn-Stunden-Rennen von Suzuka gehen fünf Porsche 911 GT3 R an den Start. Das 47. Summer Endurance Race auf dem japanischen Grand-Prix-Kurs gehört in diesem Jahr erstmals zur Intercontinental GT Challenge. Während Manthey-Racing, Craft-Bamboo Racing und Black Swan Racing je einen 911 GT3 R zum Einsatz bringen, nimmt D’station Racing mit zwei Fahrzeugen am Rennen teil. Alle vier Porsche-Kundenteams erhalten bei dem asiatischen Langstrecken-Highlight am 26. August Unterstützung durch Werksfahrer und Ingenieure aus Weissach. Die rund 500 PS starken Fahrzeuge werden unter anderem von sieben Porsche-Werksfahrern und einem Porsche Young Professional pilotiert. Derzeit sind 35 Rennwagen für den Wettbewerb auf dem 5,807 Kilometer langen Suzuka Circuit gemeldet. Das Feld besteht überwiegend aus Fahrzeugen nach FIA-GT3-Reglement und Autos aus der GT300-Klasse der japanischen Super-GT-Serie.

Das Rennen
Die Suzuka 10 Hours bilden den dritten Saisonlauf der Intercontinental GT Challenge und sind neu im Kalender für 2018. Das Rennen selbst wurde 1966 zum ersten Mal ausgetragen und führt in diesem Jahr über die Distanz von zehn Stunden statt wie bisher im Rahmen der Super GT über 1.000 Kilometer. Im Vorjahr besuchten rund 45.000 Zuschauer das Summer Endurance Race auf dem Hochgeschwindigkeitskurs in der Präfektur Mie.

Die Porsche-Fahrer
Für Manthey-Racing greifen wie schon bei den 24 Stunden von Spa die Stammpiloten aus dem Blancpain GT Series Endurance Cup ins Lenkrad, die Werksfahrer Romain Dumas, Frédéric Makowiecki (beide Frankreich) und Dirk Werner (Würzburg). Ebenfalls in der Pro-Klasse für Profifahrer starten Laurens Vanthoor (Belgien), Kévin Estre und Porsche Young Professional Mathieu Jaminet (beide Frankreich). Das Trio steuert den 911 GT3 R des Teams Craft-Bamboo Racing, das bereits am ersten Saisonlauf in Bathurst teilnahm. Im Pro-Wagen von D’station Racing ergänzt Earl Bamber (Neuseeland) den Lokalmatador Tomonobu Fujii sowie seinen Werksfahrer-Kollegen Sven Müller (Bingen), der in diesem Jahr bereits die zweite komplette Super-GT-Saison für das japanische Kundenteam bestreitet.

Der Porsche 911 GT3 R
Der 911 GT3 R wurde von Porsche für die weltweiten GT3-Serien konstruiert. Seine Rennpremiere mit dem hochmodernen Vierliter-Sechszylinder-Boxermotor mit Direkteinspritzung feierte der über 368 kW (500 PS) starke Kundensport-Renner im Januar 2016 bei den 24 Stunden von Daytona. Seither holte er Siege in zahlreichen internationalen Rennserien, etwa in der IMSA SportsCar Championship, der World Challenge, dem ADAC GT Masters sowie beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.

Die Zeiten
Die Suzuka 10 Hours starten am Sonntag, 26. August, um 10.00 Uhr Ortszeit (03.00 Uhr MESZ) und werden auf der Internetseite der Intercontinental GT Challenge unter www.intercontinentalgtchallenge.com live übertragen.

Stimmen vor dem Rennen
Dr. Frank-Steffen Walliser (Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge): „Die ersten beiden Saisonrennen in Bathurst und Spa haben gezeigt, wie hochklassig der Wettbewerb in der Intercontinental GT Challenge ist. Auch die Starterliste für Suzuka deutet auf ein hart umkämpftes Rennen hin. Dazu hat Automobilsport in Japan immer etwas Exotisches, wodurch in Summe ein aufregendes Event zu erwarten ist. Entsprechend motiviert haben wir uns gemeinsam mit unseren Kundenteams auf Suzuka vorbereitet. In Spa war erneut zu erkennen, dass unsere Stärken besonders über lange Distanzen zum Tragen kommen – und das erwarten wir auch diesmal wieder. Dass in der Intercontinental GT Challenge 2019 sogar ein Lauf in Afrika gefahren wird und damit alle fünf Kontinente eingebunden sind, unterstreicht die Wertigkeit dieser Serie.“

Sebastian Golz (Projektleiter 911 GT3 R): „Suzuka stellt uns vor eine große Herausforderung: Nur wenige Piloten in unserem Aufgebot haben Erfahrung auf dieser Strecke. Wir müssen in den Trainings jedoch zügig auf Touren kommen, um ein schnelles, aber nicht zu aggressives Setup auszuarbeiten. Das ist wichtig, weil die hohen Temperaturen in der Region das Reifenmanagement in den Fokus rücken werden. Unsere Fahrer aber haben allesamt die nötige Klasse, um diese Aufgabe zu bewältigen. Darüber hinaus wird uns der rege Austausch mit und zwischen unseren Kundenteams helfen, gut aufgestellt in ein langes Rennen zu gehen.“

Romain Dumas (Porsche 911 GT3 R #911): „Suzuka ist eine Strecke nach meinem Geschmack: Sie ist extrem schnell und verlangt nach einem guten Rhythmus. Einzig die Schikane ist eher eng und langsam, doch könnte sie für unseren Porsche im Rennen eine gute Stelle zum Überholen sein. Mit dem Heckmotor sollten wir dort spät bremsen und früh rausbeschleunigen können. 2002 konnte ich das Rennen in der damaligen N-GT-Klasse mit einem Neunelfer bereits gewinnen.“

Frédéric Makowiecki (Porsche 911 GT3 R #911): „Nachdem ich zwei Jahre in der Super-GT-Serie gefahren bin, ist es etwas Besonderes für mich, nach Japan zurückzukehren – zumal ich 2013 beim Summer Endurance Race schon einmal einen Sieg holen konnte. Ich habe tolle Erinnerungen an Japan und Suzuka: Die Fans sind super, und der Kurs ist atemberaubend. Die schnellen Kurven verzeihen keine Fehler. Eine richtige Oldschool-Strecke, die zu den besten der Welt gehört. “

Dirk Werner (Porsche 911 GT3 R #911): „Ich war noch nie in Japan und freue mich daher sehr auf die Herausforderung Suzuka. Ich bin hier noch nie gefahren und hoffe, dass ich mich schnell an diese Strecke gewöhnen kann. Wenn wir etwas mehr Glück haben als in Spa, dann können wir in Japan ein Highlight setzen – so viel hat unsere Leistung beim 24-Stunden-Rennen in Belgien gezeigt.“

Laurens Vanthoor (Porsche 911 GT3 R #991): „Ursprünglich wollte ich in diesem Jahr nicht mehr als 20 Rennen fahren, doch dann wurde ich gefragt, ob ich in Suzuka starten möchte. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen. Ich war noch nie in Japan, höre aber immer wieder, wie freundlich und respektvoll die Menschen dort sind und wie sehr sie sich für Motorsport begeistern. Ich bin sehr gespannt auf diese neue Erfahrung.“

Kévin Estre (Porsche 911 GT3 R #991): „Seit ich als Kind Suzuka im Fernsehen gesehen habe, wollte ich unbedingt mal dorthin. Diese Strecke hat mich einfach beindruckt. Und nachdem ich Japan im Vorjahr bei der WEC in Fuji kennengelernt habe, freue ich mich umso mehr. Die japanische Kultur und die Japaner selbst sind wirklich toll. Die Fans sind unheimlich motorsportbegeistert, basteln sich verrückte Pappmaschee-Hüte, schwenken ihre Fahnen und kommen zu jeder Autogrammstunde.“

Mathieu Jaminet (Porsche 911 GT3 R #991): „Ich freue mich auf meine Rennpremiere in Asien und in der Intercontinental GT Challenge. Da ich bereits die Chance hatte, mit Craft-Bamboo Racing in Suzuka zu testen, bin ich sicher, dass wir optimistisch ins Rennwochenende gehen können. Das Team ist gut präpariert und die Fahrerpaarung stark. Wir müssen allerdings abwarten, wie gut wir mit den Bedingungen zurechtkommen: Es wird wohl extrem heiß werden. Das beansprucht die Reifen stark.“

Earl Bamber (Porsche 911 GT3 R #7): „Suzuka bin ich schon oft auf der Spielekonsole gefahren, aber noch nie in der Realität. Ich kann das Rennen daher kaum abwarten. Ich freue mich auch darauf, für das D’station-Team zu starten, das in Asien sehr beliebt ist. Sven Müller nun als Teamkollegen zu haben, wird nach unserer Zeit als Gegner im Porsche Mobil 1 Supercup ebenfalls eine coole Erfahrung werden.“

Sven Müller (Porsche 911 GT3 R #7): „Suzuka gehört mit seinen extrem schnellen Kurven zu meinen Lieblingsstrecken. Da ich auch in der Super GT für D’station Racing fahre, kenne ich das Team. Die Mannschaft ist gut aufgestellt, um gegen die starke Konkurrenz zu bestehen. Toll wird bestimmt auch, mit Earl in einem Auto zu fahren. Bisher sind wir in Le Mans und davor im Porsche Mobil 1 Supercup in verschiedenen Teams angetreten. Das wird ein aufregendes Rennwochenende.“

Das ist die Intercontinental GT Challenge
Die Intercontinental GT Challenge ist die erste weltweit ausgetragene Rennserie, in der Fahrzeuge nach dem FIA-GT3-Reglement die Top-Klasse bilden. Sie wurde 2016 von der SRO Motorsports Group um Stéphane Ratel gegründet. Porsche ist hier nicht mit einem eigenen Werksteam am Start, sondern unterstützt Kundenteams mit Werksfahrern und Ingenieuren aus Weissach beim Einsatz des 911 GT3 R. Pro Rennen sind maximal vier durch den Hersteller ausgewählte Fahrzeuge punktberechtigt. Davon sammeln die zwei bestplatzierten am Ende eines Events Zähler für die Hersteller-Gesamtwertung. In der Fahrer-Gesamtwertung hingegen können die Piloten aller vom Hersteller nominierten Autos Punkte erzielen.

4. Februar: Bathurst 12 Hour, Bathurst/Australien
28./29. Juli: 24 Stunden von Spa, Spa-Francorchamps/Belgien
26. August: Suzuka 10 Hours, Suzuka/Japan
28.Oktober: California 8 Hours, Monterey/USA

Punktberechtigte Porsche 911 GT3 R bei den Suzuka 10 Hours:
• #911 (Manthey-Racing)
• #991 (Craft-Bamboo Racing)
• #7 (D’station Racing)
• #54 (Black Swan Racing)

Quelle: Öffentlichkeitsarbeit und Presse
Motorsportpresse Porsche


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